Sri Lanka fordert Millionen für Umweltschäden nach Schiffsbrand

  • Mindestens 33 Millionen Euro fordert Sri Lanka von dem Betreiber eines Containersschiffes, das vor der Küste mehrere Tage gebrannt hat.
  • Das Geld sei eine Entschädigung für die Löscharbeiten und die entstandenen Umweltschäden.
  • Beladen war das Schiff mit Chemikalien, darunter 25 Tonnen Salpetersäure.
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Sri Lanka fordert für Löscharbeiten und Umweltschäden nach einem mehrtägigen Schiffsbrand vor seiner Küste umgerechnet mindestens 33 Millionen Euro Schadenersatz. Eine entsprechende einstweilige Forderung sei den Betreibern des unter singapurischer Flagge gefahrenen Containerschiffs „MV X-Press Pearl“ zugeleitet worden, teilte die Leiterin der Meeresschutzbehörde, Darshani Lahandapura, am Samstag mit.

Löscharbeiten dauerten zwölf Tage

Das Feuer brach am 20. Mai aus, als der Frachter 18 Kilometer vor Küste auf die Erlaubnis wartete, in den Hafen von Colombo einfahren zu dürfen. Er brannte bis zum 1. Juni. Beladen war das Schiff mit Chemikalien, darunter 25 Tonnen Salpetersäure. Große Verschmutzungen an Stränden richteten verschmorte Glasfaser und angeschwemmtes Plastikgranulat an.

Sicherheitskräfte suchen nach Trümmern und Verunreinigungen, die durch das sinkende Schiff verursacht wurden. © Quelle: Ajith Perera/XinHua/dpa

Die Löscharbeiten dauerten zwölf Tage. Versuche, das Wrack wegzuschleppen, scheiterten, als das Heck des Schiffs bis auf den Meeresboden in rund 21 Metern Tiefe sank. Am Freitag wurden Wasserproben genommen, um zu prüfen, ob Öl aus dem Wrack austritt.

AP/RND

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