Spring-Break in Miami: Bürgermeister fürchtet Superspreader-Event

  • In vielen Universitäten und Colleges in den USA sind derzeit Ferien.
  • Und manche Studierenden wollen trotz der Corona-Pandemie zum Spring-Break nach Florida reisen.
  • Nun warnt der Bürgermeister von Miami Beach: Der Spring-Break könnte zu einem Superspreader-Event werden.
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Miami Beach. Endlich Semesterferien, raus aus dem kalten Winter und auf ins warme Florida! Das mag sich so manch ein Student in den USA denken. Normalerweise bevölkern massenhaft junge Menschen von Ende Februar bis Mitte April die Strände im Süden des Landes. Laute Musik, skurrile Wettkämpfe und eine Menge Alkohol – das ist das Klischee des Spring-Breaks.

Der Beginn der weltweiten Covid-19-Pandemie fiel im vergangenen Jahr genau in die Zeit des Spring-Breaks. Laut einer Studie der Vanderbilt University mit der Ball State University, die im Juni vergangenen Jahres veröffentlicht wurde, sollen die reisenden Studenten 2020 eine Rolle bei der Ausbreitung der Pandemie in den USA gespielt haben. Sie kommt zu dem Schluss, dass die Studierenden eine mögliche Infektion von den Partyregionen zurück in ihre Studienorte gebracht haben.

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„Wir können in Miami Beach noch nicht einmal Strafen durchsetzen“

Nun ist der Bürgermeister von Miami Beach, klassischerweise ein Zentrum im Spring Break, besorgt, dass sich diese Geschichte wiederholt – und die neue britische Mutation noch weiter verbreitet. Dan Gelber von den Demokraten äußert sich in einem Interview mit dem US-Sender CNN. „Viele Dinge passieren gleichzeitig. Wir haben hier die Mutation und immer noch Tausende Tote pro Tag.“ Reiseanbieter würden zur selben Zeit unglaublich günstige Tickets für den Spring-Break anbieten. Deshalb könnten sich manche Studierenden, die frustriert von den Maßnahmen während der Corona-Pandemie sind, entscheiden, bei den günstigen Preisen ihre freie Zeit im Spring-Break in Miami Beach zu verbringen. „Wir sind sehr besorgt, dass es hier zu einer Zusammenkunft von Menschen und in der Folge zu einem echten Problem kommen wird“, so der Bürgermeister im Interview.

Die Bars seien aufgrund von Anweisungen der Regierung offen: „Bars könnten zu einer Art Superspreader werden, die wir auch im vergangenen Jahr gesehen haben“, sagt Gelber. Auch erklärt er seine limitierten Befugnisse zur Eindämmung der Pandemie als Bürgermeister: „Wir sind die erste Stadt, die eine Maskenpflicht eingeführt hat. Aber wir können noch nicht einmal ohne die Erlaubnis des Gouverneurs eine Strafe ausstellen, wenn jemand diese verletzt.“ Denn der Staat Florida hat keine Maskenpflicht eingeführt. So verteile die Polizei Masken an Passanten und es gebe eine Ausgangssperre ab Mitternacht, um nächtliche Partys zu vermeiden.

Spring-Break: Studierende von 200 Universitäten werden in Miami Beach erwartet

Viele Colleges und Universitäten haben nach Informationen von CBS News ihren Spring-Break gestrichen, dennoch würden Studierende von über 200 Colleges und Universitäten erwartet. Weiterhin berichte die Polizei von Miami Beach, dass gerade jetzt, Mitte März, die meisten Reisenden gerade nach Florida reisen. Welche Konsequenzen der Spring-Break für die Covid-19-Pandemie in den USA hat, ist noch nicht klar. Doch gibt es Warnungen, dass die Ferien zu einem weiteren Treiber bei der Ausbreitung des Virus werden könnten.

RND/goe

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