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Sprecher des Wiesnwirte: Oktoberfestabsage „echt schwer zu verkraften“

  • Die Wiesn fällt auch dieses Jahr wegen der Pandemie aus.
  • Der Sprecher der Münchner Wiesnwirte, Peter Inselkammer, hatte damit gerechnet – und ist doch enttäuscht.
  • Viele der Oktoberfestwirte haben auch Restaurants oder Hotels, die ebenfalls seit Monaten stillstehen.
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München. Das Oktoberfest wird wegen der Pandemie abgesagt – schon zum zweiten Mal. Ganz überraschend kommt die Nachricht nicht, auch wenn die Impfkampagne langsam Fahrt aufnimmt. Die Ansteckungsgefahr wäre aktuell trotzdem noch zu hoch. Auch Peter Inselkammer, der Sprecher der Münchner Wiesnwirte, hatte bereits mit der Absage gerechnet, wie er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sagt. Er nennt sie „nachvollziehbar“. Aber: „Nichtsdestotrotz trifft es einen“, meint er. Das müssten die Wirte, deren Planungen für das größte Volksfest der Welt zum zweiten Mal durchkreuzt werden, erst mal verdauen.

„Momentan geht nichts weiter“, sagt Inselkammer frustriert. Viele der Wirte, die mit Zelten auf der Wiesn vertreten sind, haben auch eigene Restaurants und Hotels, die ebenfalls seit Ende vergangenen Jahres stillstehen. „Wir sind seit Monaten untätig. Es ist eine zermürbende Situation“, so der Sprecher zum RND. Er hoffe, dass zumindest bald die Außengastronomie wieder öffnen dürfe und „Schritt für Schritt“ wieder ein bisschen Normalität einkehren könne.

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Oktoberfest wird auch 2021 wegen Corona abgesagt
1:11 min
Zum zweiten Mal in Folge muss das Oktoberfest wegen der Pandemie abgesagt werden. Trotz der Impf-Kampagne - die Ansteckungsgefahr wäre zu groß.  © dpa
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„Diese erneute Absage war vor einem Jahr nicht vorstellbar“

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„Diese erneute Absage war vor einem Jahr nicht vorstellbar“, sagt Inselkammer ehrlich. Damals dachten alle, das Oktoberfest fällt einmal wegen der Corona-Krise aus und 2021 geht es wieder richtig los. Doch damit muss nun ein weiteres Jahr gewartet werden. „Das ist echt schwer zu verkraften“, so der Wiesnwirt-Sprecher. Doch für nächstes Jahr sei er optimistisch, dass wieder mit Brezn, Bier und Co. auf der Münchner Theresienwiese gefeiert werden könne.

Auch Wiesn-Wirt Michael Käfer von der Käfer Wiesn Schänke ist nicht überrascht von den Nachrichten zum Oktoberfest: „Die Absage ist natürlich schmerzhaft, aber auch absolut vernünftig und zu erwarten gewesen. Eine Wiesn mit Maske, Abstand und strengem Hygienekonzept und ohne internationales Publikum hätte kein Erfolg werden können, auch finanziell nicht“, sagt er gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Die Wirte haben häufig noch andere Standbeine, deswegen können sie die Verluste ausgleichen. Doch hängen am Oktoberfest noch die Einnahmen vieler anderer. „Für uns Wirte ist das bitter, aber noch schlimmer ist es für die Schausteller und die vielen anderen, die dadurch gar kein Geschäft haben.“

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Wie auch Inselkammer hofft Käfer auf das kommende Jahr. „Jetzt müssen wir alle ein weiteres Jahr warten, aber dafür wird es 2022 dann umso schöner“, sagt der Gastronom.

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