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Nach Spendenaktion für weinendes deutsches Fußballmädchen: Waliser erhält Hassnachrichten

  • Mit seiner Spendenaktion für das traurige deutsche Mädchen, das nach dem EM-Aus der Deutschen in den sozialen Medien verhöhnt wurde, will ein Waliser auf Hass im Netz aufmerksam machen.
  • Die Kampagne läuft erfolgreich – doch der 51-jährige Joel Hughes erhält plötzlich selbst Hassnachrichten.
  • Darin wird er wüst beschimpft.
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Es war eine Aktion, die ein Zeichen gegen Hass und Häme setzen sollte – trotzdem wird ein Waliser wegen seiner Solidarität beschimpft. Der Fußballfan sammelt derzeit Geld für das traurige deutsche Mädchen, das nach dem EM-Aus der Deutschen von britischen Fußballfans in den sozialen Medien bitter verhöhnt wurde. Das Spendenziel von 500 Pfund ist längst erreicht, mehr als 32.000 Pfund hat Joel Hughes mit seiner Kampagne inzwischen für den guten Zweck sammeln können. Doch nicht allen gefällt der Appell des Mannes, Liebe statt Hass sprechen zu lassen. Denn nach seiner Spendenaktion wird nun auch der 51-Jährige in den sozialen Medien angegangen.

Es sind heftige Beschimpfungen und respektlose Äußerungen, mit denen Joel Hughes sich seit einigen Tagen konfrontiert sieht. Doch der Waliser bleibt seiner Devise „Hoffnung statt Hass“ treu und lässt sich nicht beirren. Vielmehr zeigt er sich sogar humorvoll und postet bei Twitter ein sogenanntes Bullshitbingo mit einer Sammlung der übelsten Beleidigungen, die er von Nutzern in den sozialen Medien erhält. Denn von dem Vorwurf, Joel sei pädophil, bis hin zu der Beleidigung, ein „deutscher Nazi“ zu sein, muss der Wohltäter derzeit jede Menge Vorwürfe, Beleidigungen und Schuldzuweisungen über sich ergehen lassen.

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Doch Joel gibt nicht auf und steht weiterhin hinter seiner Aktion, mit der er auf das Problem rund um digitalen Hass aufmerksam machen und sensibilisieren will. Und auch seinen Humor lässt er sich nicht nehmen – so postete er etwa bei Twitter ein Bild von sich und seiner Partnerin mit der Bildunterschrift: „Wir feiern die Tatsache, dass ich heute etwa vier Millionen Mal ‚Kinderschänder‘ genannt wurde.“

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Aber auch positive Nachrichten erreichen Joel. Zahlreiche Menschen aus aller Welt schreiben ihm und bedanken sich für seine mutige und emotionale Aktion gegen Hass im Netz. Und genau das sind jene Nachrichten, die den Mann darin bestärken, mit seiner Spendenaktion weiterzumachen.

RND/liz

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