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Bilder aus dem Internet als Vorlage genutzt?

Desaster um Frauenkampagne in Spanien – Künstlerin pfeift auf Erlaubnis der Abgebildeten

Eigentlich wollte das spanische Gleichstellungsministerium dafür sorgen, dass Frauen am Strand nicht mehr diskriminiert werden. Die Aktion erwies sich als Boomerang (Symbolbild).

Eigentlich wollte das spanische Gleichstellungsministerium dafür sorgen, dass Frauen am Strand nicht mehr diskriminiert werden. Die Aktion erwies sich als Boomerang (Symbolbild).

Madrid. Eine Kampagne des spanischen Gleichstellungsministeriums gegen die Diskriminierung von Frauen hat sich für die Behörde als Boomerang erwiesen. Denn nun kommt heraus: Die urhebende Künstlerin hat die auf dem Plakat abgebildeten Frauen nicht um Erlaubnis gefragt – und ihre Körper nachträglich für das Plakat verändert.

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Eigentlich sollte mit der Kampagne des spanischen Ministeriums Frauen Mut gemacht werden, den Sommer am Strand zu genießen. Unter dem Motto „Der Sommer ist für alle da“ veröffentlichten die Behörden ein Bild, das Frauen abseits normativer „Schönheitsideale“ zeigt.

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Zu sehen sind eine grauhaarige Frau, der eine Brust fehlt, eine Frau mit Körperbehaarung und drei übergewichtige Frauen im Bikini. „Alle Körper sind gültig und wir haben das Recht, das Leben so zu genießen, wie wir sind, ohne Schuld oder Scham“, hieß es auf einem Twitter-Post des Ministeriums. Die Aktion solle sich gegen „ästhetische Gewalt“ an Frauen richten.

Frauen wurden von Künstlerin verändert

Doch mittlerweile ist der Beitrag von Twitter verschwunden. Der Hintergrund: Die Künstlerin hat offenbar Frauen als Models für ihre Arbeit genutzt, ohne diese um Erlaubnis zu fragen – und deren Körper auch noch verändert. Auf Twitter meldete sich das Model Sian Green-Lord mit einem Foto zu Wort, auf dem sie einer der Frauen auf dem spanischen Motiv zum verwechseln ähnelt.

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Mit einem bedeutenden Unterschied: Green-Lord wurde das rechte Bein nach einem Unfall amputiert – statt mit einer Prothese wurde sie auf dem Bild des spanischen Ministeriums aber mit einem Bein gezeichnet. „Mein Bein ist nichts, wofür man sich schämen müsste! Es ist ein Produkt von Stärke, Belastbarkeit und Unabhängigkeit“, schreibt die 32-Jährige empört dazu.

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Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, meldeten sich mittlerweile auch zwei Britinnen, die sich auf dem Poster wiedererkannt hätten, zu Wort. Darunter auch die ältere Frau, der in Wirklichkeit beide Brüste abgenommen worden seien. Zu den Betroffenen gehört auch das bekannte Instagram- und Plus-Size-Model Nyome Nicholas-Williams. Sie kritisiert das Poster dem Bericht zufolge als respektlos. Es zeige, dass Frauen ihre eigenen Körper immer noch nicht gehörten.

Das spanische Ministerium entschuldigte sich unterdessen auf Instagram. Die Verantwortlichen hätten zu keinem Zeitpunkt gewusst, dass es sich um echte Models handele. Die Behörde kündigte eine „Lösung“ an.

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Laut der FAZ wolle sich die verantwortliche Künstlerin derweil nachträglich um die Rechte bemühen und ihr Honorar von 5000 Euro mit den Betroffenen teilen.

RND/ag

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