• Startseite
  • Panorama
  • Soldatinnen sexuell belästigt: Hauptfeldwebel muss Geldstrafe zahlen

Soldatinnen sexuell belästigt: Hauptfeldwebel muss Geldstrafe zahlen

  • Weil er zwei Soldatinnen sexuell belästigte, muss ein Hauptfeldwebel eine Geldstrafe zahlen.
  • Von einem noch schwerwiegenderen Vorwurf wird der 46-Jährige allerdings freigesprochen.
  • Die Frauen hatten auch angegeben, von ihm vergewaltigt worden zu sein.
Anzeige
Anzeige

Gera. Das Amtsgericht Gera hat einen Hauptfeldwebel der Bundeswehr wegen sexueller Belästigung und versuchter Nötigung zu einer Geldstrafe verurteilt. Vom Vorwurf der Vergewaltigung wurde der 46-Jährige dagegen freigesprochen. Die Vorfälle hätten sich im Rahmen von sexuellen Beziehungen zwischen dem Angeklagten und den beiden Soldatinnen ereignet, sagte Richter Siegfried Christ am Dienstag in der Urteilsbegründung. Zudem erschienen die Vorfälle unter Berücksichtigung der Chats zwischen ihm und den Frauen nach der Beweisaufnahme in einem anderen Licht.

Der Vorwurf der Anklage hatte auf Vergewaltigung gelautet. Demnach sollte er einer Soldatin mit der Weitergabe von Intimfotos gedroht und Sex von ihr verlangt haben. Dazu soll es dann auch in der Geraer Pionierkaserne gekommen sein. Das Gericht ging aber davon aus, dass der Sex einvernehmlich war.

Zur Drohung und Weitergabe der Bilder an eine Kameradin war es den Angaben nach erst später gekommen. Deswegen wurde er auch wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen schuldig gesprochen. Er muss nun 140 Tagessätze zu 40 Euro - insgesamt also 5600 Euro - zahlen. Das Urteil ist rechtskräftig.

RND/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen