Mädchen von Kugel getroffen - Slumbewohner in Rio demonstrieren

  • Hunderte Einwohner eines Armenviertels gingen in Rio de Janeiro gegen Gewalt auf die Straße.
  • Zuvor war bei einem Feuergefecht zwischen Polizei und mutmaßlichen Gangstern ein kleines Mädchen erschossen worden.
  • Die Einwohner machten die Polizei für ihren Tod verantwortlich.
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Hunderte Einwohner eines Slums in Rio de Janeiro haben am Samstag nach dem Tod eines achtjährigen Mädchens gegen Gewalt in ihrem Viertel demonstriert. Ein achtjähriges Mädchen war nach Polizeiangaben bei einem Feuergefecht zwischen Polizisten und mutmaßlichen Gangstern in der Favela Complexo do Alemao von einer verirrten Kugel getroffen worden. Die Einwohner machten die Polizei für ihren Tod verantwortlich. Die teilte mit, der Tod des Mädchens werde untersucht.

Demonstranten geben dem rechtsextremen Gouverneur die Schuld an der Gewalt

Nach offizieller Darstellung wurden Beamte von verschiedenen Richtungen und Beschuss genommen. Sie hätten das Feuer erwidert. Doch die Favela-Einwohnerin Renata Trajana sagte, es habe kein Feuergefecht gegeben, als das Mädchen getroffen worden sei. "Wir kennen die Grausamkeiten, die hier passieren", sagte sie.

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Viele Demonstranten machten Gouverneur Wilson Witzel, einen rechtsextremen Verbündeten von Präsident Jair Bolsonaro, für die Eskalation von Gewalt verantwortlich. Der hat der Polizei freiere Hand bei der Bekämpfung von Kriminalität gegeben. Seitdem gibt es mehr Tote bei Polizeieinsätzen.

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RND/AP/hal

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