Feuerwehrverband erwartet dank Böller­verbots weniger Not­einsätze an Silvester

Der Feuerwehrverband erwartet eine Entlastung durch das Böllerverbot (Symbolbild).

Der Feuerwehrverband erwartet eine Entlastung durch das Böllerverbot (Symbolbild).

Berlin. Das bundesweite Böller­verkaufs­verbot zu Silvester wird nach Ansicht des Deutschen Feuerwehr­verbandes zu deutlich weniger Notfällen rund um den Jahres­wechsel führen. Das Verbot sei „sehr hilfreich für die Arbeit der Feuerwehr“, da es zu einer erheblichen Entlastung bei den Einsatzzahlen führen werde, sagte Verbands­präsident Karl-Heinz Banse den Zeitungen der Funke-Medien­gruppe.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Dies habe bereits die entsprechende Regelung im Vorjahr gezeigt. „Die Zahl der Unfälle und Verletzungen durch Böller dürfte auch diesmal deutlich geringer ausfallen als in regulären Jahren.“ Dadurch würden weniger Krankenhaus­behandlungen erforderlich, die stark mit Covid-19-Patienten belegten Kliniken würden entlastet.

Feuerwehrverband nicht in Sorge um Einsatz­fähigkeit wegen Omikron

Versammlungen zu Silvester und Neujahr sind in diesem Jahr verboten. An von den Kommunen ausgewiesenen öffentlichen Orten soll es wie bereits beschlossen kein Silvester­feuerwerk geben, der Verkauf von Böllern ist verboten.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Mit einer Gefahr für die Einsatz­fähigkeit der Feuerwehr im Fall einer schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus rechnet Banse nach eigenen Worten nicht: „Denkbare Personal­engpässe durch eine rasche Zunahme von Omikron-Infektionen können bei den Feuerwehren ausgeglichen werden, da es generell vorgeplante Personal­reserven etwa bei den Freiwilligen Feuer­wehren gibt.“

Knapp 35.000 Berufs­feuerwehr­angehörige in Deutschland

In Deutschland gebe es aktuell knapp 35.000 Berufs­feuerwehr­angehörige und mehr als eine Million freiwillige Feuerwehr­leute. Diese könnten sich in Not­situationen aushelfen.

Angesichts zahlreicher Angriffe auf Polizisten und Rettungskräfte beklagt Baden-Württembergs Innen­minister Thomas Strobl (CDU) fehlenden Respekt bei „einigen Irrgläubigen“. Polizei- und auch Rettungs­kräfte seien zwar allgemein hoch angesehen, doch: „Ich kann und will nicht akzeptieren, dass auf Demonstrationen und Versammlungen gerade die attackiert werden, die oft buchstäblich ihren Kopf für unsere Sicherheit und unsere Freiheit hinhalten.“

Attacken auf Einsatzkräfte bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen

An vielen Orten in Deutschland kam es zuletzt bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen zu Attacken auf Einsatzkräfte. In den vergangenen Jahren hatten Polizei, Feuerwehr und Rettungs­dienste gerade zu Silvester und Neujahr solche Angriffe beklagt. Im Jahr 2020 waren laut Statistik allein in Baden-Württemberg 5151 Übergriffe auf Polizistinnen und Polizisten registriert worden. Das waren bereits etwa 760 mehr als noch vor fünf Jahren.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

RND/dpa

Mehr aus Panorama

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige

Top Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken