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Silvester 2021: Wo darf in Deutschland geböllert werden?

Silvesterfeuerwerke wie dieses will Hamburg dieses Jahr nicht erlauben – zumindest nicht in der Innenstadt.

Bei der Frage, ob das neue Jahr wirklich mit einem großen Feuerwerk gefeiert werden muss, sind die Menschen schon seit Jahren geteilter Meinung. Die einen möchten auf das nächtliche Farbenspiel am Himmel unter keinen Umständen verzichten, die anderen würden das Zünden von Pyrotechnik zu Silvester aus Gründen des Umweltschutzes am liebsten gänzlich verbieten.

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Der Ausbruch der Corona-Pandemie hat die Diskussion noch hitziger werden lassen: Denn seit vergangenem Jahr steht das Silvesterfeuerwerk nicht mehr nur wegen der hohen Feinstaubbelastung, sondern auch wegen der hohen Ansteckungsgefahr bei Menschenansammlungen in der Kritik. Im vergangenen Jahr war der Verkauf von Feuerwerk deswegen deutschlandweit verboten. Beim Böllern selbst gab es keine einheitlichen Regeln.

Und auch in diesem Jahr wird es voraussichtlich keinen gemeinsamen Beschluss der Länder zum Thema Böllern geben – welche Regelungen bereits festgelegt wurden, verrät diese Übersicht.

Böllerverbote in Bremen

Das Land Bremen hat bereits angekündigt, Böllerverbote an mehreren Orten in der Innenstadt, am Flughafen Bremen sowie am Zoo in Bremerhaven zu erlassen. Auch in der Umgebung von Krankenhäusern soll nicht geböllert werden dürfen. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hervor.

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Für das Weserufer in Innenstadtnähe soll ebenfalls ein Feuerwerksverbot ausgesprochen werden. Grund dafür sind nach Angaben der dpa die dortigen Ereignisse in den vergangenen Jahren. Am Weserufer soll es immer wieder zu großen Ansammlungen betrunkener Menschen gekommen sein, was zu teils gefährlichen Situationen im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern geführt habe. Wer sich nicht an das Verbot hält, muss mit einem Bußgeld von bis zu 5000 Euro rechnen.

Göttingen: Kein Feuerwerk vor Fachwerkhäusern

In Göttingen werden laut der Umfrage die Regelungen der vergangenen Jahre beibehalten. Das heißt konkret: Es wird auch in der kommenden Silvesternacht keine Böller und kein Silvesterfeuerwerk innerhalb des Innenstadtwalls geben.

Außerdem ist in Göttingen das Zünden von Pyrotechnik vor brandgefährdeten Gebäuden wie beispielsweise Fachwerkhäusern untersagt. Zu Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie zu Kirchen ist mindestens 200 Meter Abstand zu halten.

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Hamburg plant Böllerverbot in Teilen der Innenstadt

Auch in Hamburg wird es an Silvester voraussichtlich ziemlich ruhig zugehen. SPD und Grüne wollen das Zünden von Feuerwerk auch in diesem Jahr in mehreren Teilen der Stadt verbieten lassen – so sollen die Bereiche um Binnenalster und Rathausmarkt in der Silvesternacht erneut feuerwerksfreie Zonen sein. Ein entsprechender Antrag wurde bereits eingereicht.

„Auch wenn wir durch 2G und 3G bereits einen großen Schritt nach vorne gemacht haben, wird auf den Hamburger Intensivstationen noch immer jeden Tag um das Leben von Menschen gekämpft, die sich mit Corona infiziert haben. Deshalb ist es eine Frage der Solidarität, zum Jahreswechsel auf Feuerwerk zu verzichten oder dessen Nutzung zumindest einzuschränken, um das ärztliche und pflegerische Personal nachhaltig zu entlasten“, so der Vorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Dirk Kienscherf, in einer Pressemitteilung.

Verbotszonen in Berlin

In Berlin wurde ein Verbot für das Zünden von Feuerwerk und anderer Pyrotechnik laut dpa bis dato für zwei Gebiete ausgesprochen: für den Alexanderplatz und den Steinmetzkiez an der Pallasstraße in Schöneberg. Und zwar aus Sicherheitsgründen. In den vergangenen Jahren waren dort mehrmals Polizistinnen und Polizisten sowie Feuerwehrleute mit Feuerwerk und Flaschen angegriffen worden.

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Erstmals erließ der Senat die beiden Verbotszonen im Jahr 2019. Im Rahmen des Verbots wurden die Zonen mit Gittern abgesperrt und Hunderte Polizistinnen und Polizisten davor platziert, um den Zugang zu kontrollieren. Ob es in Berlin in der Silvesternacht noch weitere Gebiete geben wird, in denen das Böllern nicht zugelassen ist, hängt von der Entwicklung der Corona-Pandemie ab. Im vergangenen Jahr hatte der Senat 54 Verbotszonen auf großen Plätzen, Straßen und in Parks eingerichtet.

RND/jaf

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