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Bekannt aus „Shiny Flakes“: Leipziger Kinderzimmerdealer wieder angeklagt

Maximilian Schmidt in einer Szene aus „Shiny Flakes: The Teenage Drug Lord“.

Maximilian Schmidt in einer Szene aus „Shiny Flakes: The Teenage Drug Lord“.

Leipzig. Der Fall des Leipziger Kinderzimmer-Dealers Maximilian Schmidt (heute 27) wurde zur Vorlage für die Netflix-Erfolgsserie „How to Sell Drugs Online (Fast)“. Im vergangenen Jahr legte der Streamingdienst dann mit der Doku „Shiny Flakes: The Teenage Drug Lord“ über den jungen Kriminellen nach. Nun wird bekannt, dass Schmidt, der 2015 wegen seines Drogen-Onlineshops zu sieben Jahren Jugendstrafe verurteilt wurde und mit 24 Jahren vorzeitig auf Bewährung aus der Haft entlassen wurde, wieder angeklagt ist. Wieder soll er mit Drogen gehandelt haben, wie die „Leipziger Volkszeitung“ (LVZ) berichtet.

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Nach Informationen der Zeitung soll Schmidt beim Leipziger Landgericht gemeinsam mit vier mutmaßlichen Komplizen angeklagt sein – erneut soll er über einen Onlineversand kiloweise Drogen verkauft haben. Bereits in der Doku „Shiny Flakes“ sagte der ehemalige sächsische LKA-Chef, dass wegen des erneuten illegalen Rauschmittelverkaufs wieder gegen den Leipziger ermittelt werde. Die Anklage soll von der Staatsanwaltschaft bereits im November erhoben worden sein, aber es sei bisher nicht über die Eröffnung des Hauptverfahrens entschieden worden und es seien auch noch keine Haftbefehle erlassen worden.

Bei Anklage geht es um sechs Fälle

Wie die LVZ unter Berufung auf das Landgericht berichtet, geht es bei der Anklage nun um sechs Fälle des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in bandenmäßiger Begehung. Schmidt und die Mitangeklagten sollen demnach aus einer Leipziger Wohnung über einen Onlineshop von April 2019 bis Januar 2021 in knapp 500 Postsendungen illegale Drogen versandt haben, darunter Amphetamin, Haschisch, die Partydroge MDMA, Metamphetamin, Kokain sowie diverse Tabletten und Arzneimittel.

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Das erinnert stark an seine erste Tat. Damals hieß der Onlineshop, den er aus seinem Zimmer im Leipziger Elternhaus betrieb, „Shiny Flakes“ – daher auch der Name der Netflix-Doku. Er soll das Geschäft geschickt aufgezogen haben, agierte weltweit, verdiente damit mehr als 4 Millionen Euro und flog am Ende wegen eines Anfängerfehlers auf – einige Briefsendungen waren unzureichend frankiert, dadurch kam die Polizei auf seine Spur. Der neue Onlineshop, wegen dem Schmidt nun angeklagt ist, weist laut LVZ, die sich auf Ermittler beruft, Ähnlichkeiten zum Vorgängermodell auf.

RND/hsc

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