Sexspielzeug im Wert von über einer Million Euro gestohlen

  • Ohne Spaß: Tausende Kunden warten vergeblich auf ihre Sextoylieferung.
  • Diebe haben im englischen Northamptonshire Sexspielzeug im Millionenwert gestohlen.
  • Die Polizei fahndet nach den Dieben und bittet um Hilfe. Das Unternehmen Rocks Off versucht nachzuproduzieren.
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Tausende Kunden eines Sexspielzeuganbieters haben keinen Spaß: In Kettering im englischen Northamptonshire haben Unbekannte einen Millionendiebstahl vollbracht, berichtet der „Evening Standard“. In den frühen Morgenstunden des 18. September stahlen sie vermutlich Zehntausende Gegenstände aus einem Lastwagen, der auf einem Rasthof an der A43 stand. Das Unternehmen Rocks Off Ltd beziffert seinen Verlust auf eine Million Pfund (1,16 Millionen Euro) – und muss seinen Kunden die fehlende Lieferung erklären.

Rocks Off hat seinen Sitz in London und bezeichnet sich selbst als „Großbritanniens führender Sexspielzeughersteller und -designer". Gary Elliott, Direktor von Rocks Off, ist entsetzt: „Wir versenden und fertigen seit über 18 Jahren Produkte und haben in unserer Handelsgeschichte noch nie einen solchen Diebstahl erlebt.“

Diskrete Verpackung

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Das Unternehmen, das seine Produkte weltweit versendet, verspricht, „100-prozentig diskret“ zu sein. Nun sind die Lieferungen, die aus einem dem Tatort nahe gelegenen Geschäft stammen, allerdings gleich ganz verschwunden.

Ob die unbekannten Diebe wussten, was sich in den Paketen befand, ist unklar. Der Wert der gestohlenen Produkte reicht von Ladekabeln für 2,99 Pfund (rund 3,50 Euro) bis hin zu luxuriöseren Produkten bis 99,99 Pfund (rund 115 Euro). Ein großes Geschäft können die Räuber laut Elliot aber nicht machen: „Einige der Produkte waren für die USA bestimmt und hatten eine auf die Kunden zugeschnittene Verpackung, sodass diese Produkte identifiziert werden können, falls sie in England verfügbar oder angeboten werden.“

Frust bei Kunden?

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Trotz der fehlenden Sextoylieferungen zeigten sich die Kunden nicht frustriert. „Alle unsere Kunden haben uns in einer schwierigen Situation außerordentlich unterstützt“, sagt der Direktor von Rocks Off, Gary Elliott. Er sieht das Unternehmen immer noch in der Verpflichtung, die Bestellungen seiner Kunden zu erfüllen. „Deshalb müssen wir wieder in die Produktion gehen“, sagt er. So kommen die wartenden Kunden doch noch auf ihre Kosten.

Die Polizei fahndet noch immer nach den unbekannten Sextoydieben und bittet die Bevölkerung um Hilfe.

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RND/jru