Seltener Gendefekt: Jonas (10) erliegt seinem Krebsleiden

  • Vater Sebastian Ewald und sein Sohn Jonas aus Schleswig-Holstein leiden am Gendefekt „Li-Fraumeni-Syndrom“.
  • Nun ist der Zehnjährige an Krebs gestorben.
  • Beerdigt wurde der Junge an Silvester – seinem Lieblingstag im Jahr.
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Hamberge. Das Schicksal der Familie Ewald im schleswig-holsteinischen Hamberge bewegte die ganze Region: Vater Sebastian (36) und sein Sohn Jonas (10) leiden aufgrund des „Li-Fraumeni-Syndrom“, einem seltenen Gendefekt, an Krebs, wie die „Lübecker Nachrichten“ (LN) berichten. Im vergangenen Sommer wurde demnach noch ein Benefizturnier organisiert, bei dem Jonas noch selbst mitspielte. Nun ist der Junge am 29. Dezember gestorben, an Silvester wurde er beerdigt – es war sein Lieblingstag im Jahr.

Jonas liebte laut der Zeitung das Feuerwerk zum Jahreswechsel. „Silvesterraketen haben ihn immer begeistert“, sagt seine Mutter Stefanie Ewald den LN. „Deshalb hatten wir uns gewünscht, dass seine Beerdigung am 31. Dezember stattfinden sollte. Wir sind dankbar, dass das geklappt hat.“

Jugendfeuerwehr Hamberge nimmt mit virtuellen Raketen Abschied

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Dankbar sei die Familie auch der Jugendfeuerwehr Hamberge, die in den sozialen Medien mit der Aktion „Der Himmel soll für Dich leuchten“ um virtuelle Raketen für Jonas gebeten hatte. „Jonas, Du wirst immer einer von uns bleiben. Der Himmel soll heute Nacht für Dich leuchten. Wir werden Dir den Weg zum schönsten Platz auf Deiner Wolke leuchten“, heißt es in einem Facebook-Post der Jugendfeuerwehr.

Doch das Leiden der Familie hört mit dem Tod von Jonas nicht auf: Auch Vater Sebastian geht es laut LN sehr schlecht, er liegt im Krankenhaus und hat wie Jonas zuvor auch einen Hirntumor und außerdem Lungenkrebs im Endstadium.

RND/hsc