Selfie mit Leichenteilen überführt Kannibalen

Die Polizei hat in Russland einen mutmaßlichen Kannibalen überführt. Der Mann hatte sich mit Leichenteilen fotografiert und anschließend sein Mobiltelefon verloren.

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Krasnodar. In der südrussischen Großstadt Krasnodar soll es zu Fällen von Kannibalismus gekommen sein. Wie das staatliche Ermittlungskomitee der Region mitteilte, wurde ein 35-jähriger Mann wegen Mordverdachts festgenommen. Seine 42-jährige Frau befinde sich noch in Polizeigewahrsam, hieß es. Den Angaben zufolge hatte das Paar Anfang September eine Frau kennengelernt, die der Mann dann ermordet und zerstückelt haben soll. Dann habe er sich mit den Leichenteilen fotografiert.

Die Polizei kam den mutmaßlichen Tätern auf die Schliche, weil der Mann sein Mobiltelefon mit den gruseligen Bildern verlor. Das Paar lebte in einer Wohnung in der Baracke einer Offiziersakademie. Dort beziehungsweise in ihrem Keller fanden die Fahnder schließlich auch Leichenteile der Ermordeten, dazu menschliche Körperteile in Salzlake in einem Weckglas und eingefrorene Fleischstücke unbekannter Herkunft.

In der Mitteilung hieß es knapp, die Behörden prüften, ob das Paar für weiteren Verbrechen verantwortlich sein könnte. Örtliche Medien in Krasnodar berichteten von einer ganzen Serie kannibalistischer Morde. Die soll der Tatverdächtige demnach auch schon in einem ersten Verhör bei der Polizei gestanden haben. Der Mann habe ausgesagt, dass er und seine Frau bereits seit 18 Jahren insgesamt 30 Menschen entführt, getötet und dessen Leichenteile gegessen zu haben. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es aber nicht.

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Von dpa/RND