Tödliche Rotoren: Seeadler von Windkraftanlage erschlagen

  • In Holtsee in Schleswig-Holsein ist ein Seeadler offenbar in eine Windkraftanlage geflogen und getötet worden.
  • Natur- und Vogelschützer gehen davon aus, dass das Männchen vom Rotor erschlagen wurde.
  • Darüber hinaus wird befürchtet, dass mit dem Tod des Tieres auch der Bruterfolg eines Paares gefährdet ist.
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An einer Windkraftanlage im schleswig-holsteinischen Holtsee sind am Montag die Überreste eines ausgewachsenen Seeadlers gefunden worden. Das männliche Tier ist allem Anschein nach vom Rotor erschlagen worden. Frank Dreves, Vorsitzender des Vereins Seeadlerschutz Schlei, sagte den “Kieler Nachrichten” (KN): “Ich habe Reste eines Falken entdeckt, der auch tot unter dem Windrad lag. Von ihm hat der Seeadler anscheinend gefressen und ist beim Hochfliegen dann selbst vom Rotor erschlagen worden.”

“Dieser Fall zeigt deutlich, dass Artenschutz mit dem Windkraftausbau kollidiert”, berichtet Susanne Kirchhof den KN. Sie ist Vorsitzende des windkraftkritischen Vereins Vernunftkraft.

Bruterfolg eines Seeadlerpaares womöglich gefährdet

Doch das ist nicht die einzige Sorge der Mitglieder der ansässigen Naturschutzvereine. Denn es muss befürchtet werden, dass mit dem Tod des rund vier Jahre alten Tieres auch der Bruterfolg eines Paares gefährdet ist.

RND/Kieler Nachrichten

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