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  • See in Göttingen: Wels erstickt an Schildkröte – Angler ziehen riesigen Fisch aus dem Wasser

Augen größer als das Maul: Riesiger Wels erstickt an Schildkröte

  • Ein Wels versucht in einem Göttinger See eine Schildkröte zu fressen – keine gute Idee, wie sich zeigt.
  • Als Angler den riesigen Fisch aus dem Wasser ziehen, steckt das gepanzerte Tier in seinem weit aufgerissenen Maul.
  • Am Ende bezahlen es beide mit dem Leben.
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Göttingen. Dass die Augen manchmal größer als der Magen – oder in diesem Fall der Mund – sind, musste ein Wels schmerzhaft erfahren. Angler zogen den Fisch aus einem Göttinger Kiessee, in seinem Maul steckte eine Schildkröte. Das gepanzerte Reptil war zu diesem Zeitpunkt bereits tot, der Wels hatte ebenfalls keine Überlebenschance mehr, berichtet das „Göttinger Tageblatt“. Er wurde von einem der Angler mit einem Schlag auf den Kopf getötet.

Christina Andersch berichtete der Zeitung, dass sie mit einem Paddelboot auf dem See unterwegs gewesen sei, als sie die Beine einer Schildkröte in Ufernähe aus dem Wasser ragen sah. Als sie das Tier aus der Nähe betrachtete, sei der Schock groß gewesen: Das Reptil steckte fast komplett im weit aufgerissenen Maul des Welses, lediglich die Hinterbeine und ein Teil des Schwanzes ragten aus dem dunklen Schlund heraus. Der Fisch zuckte nur noch wenig. „Ich habe versucht, die Schildkröte aus dem Maul zu ziehen – keine Chance“, sagte Andersch dem „Göttinger Tageblatt“.

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Schildkröte hatte sich in den Kiemen des Fischs verbissen

Mit einem Seil zogen Angler das etwa 1,50 Meter lange Tier an Land. Dort stellte sich heraus, dass sich die Schildkröte in den Kiemen des riesigen Fischs verbissen hatte, als er sie fressen wollte. Beide Tiere seien wohl erstickt beziehungsweise kurz davor gewesen, vermutete einer der Beobachter. Die Schildkröte, weil sie keine Luft mehr bekam, der Wels, weil seine Kiemen nicht mehr funktionierten.

Der Wels habe noch ein wenig gezuckt, sei aber an einigen Körperstellen bereits von anderen Tieren angegangen geworden. Deshalb habe der Angler das 30 bis 40 Kilo schwere Tier von seinem Todeskampf erlöst und anschließend „vernünftig verwertet“, wie der Vorsitzende des Göttinger Sportangelklubs, Thorsten Bierfreund, gegenüber der Zeitung sagte.

RND/seb

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