Schwerkranke Patientin heiratet auf der Intensivstation in Minden

  • Nach 19 Jahren hat eine schwerkranke Patientin ihrem Partner auf der Intensivstation in Minden das Ja-Wort gegeben.
  • Sie wolle heiraten, solange es ihr noch möglich sei, erklärte die Braut.
  • Inzwischen ist auch der größte Hochzeitswunsch für das junge Brautpaar in Erfüllung gegangen.
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Minden. Nach 19-jähriger Partnerschaft hat eine schwer kranke Patientin ihrem Liebsten auf der Intensivstation in einer Klinik in Minden das Ja-Wort gegeben. Mit Luftballons, Familienfotos und Herzen hatte das Pflegeteam des Johannes Wesling Klinikums das Pflegezimmer dekoriert, das Standesamt Minden sei sofort bereit gewesen, die Trauung am Krankenbett durchzuführen, teilten die Mühlenkreiskliniken am Freitag mit. Petra K. aus Hille und ihr Bräutigam wollten mit ihrer besonderen Trauung anderen Mut machen, die eigenen Träume auch in den schwersten Zeiten nicht aufzugeben, hieß es weiter.

„Wir waren beide schon einmal verheiratet und uns am Anfang unserer Partnerschaft einig, dass wir erstmal nicht wieder heiraten wollen“, zitiert das Klinikum den Bräutigam Stefan K.. Inzwischen sei der schwer kranken Patientin jedoch klar geworden: Solange es ihr noch möglich sei, wolle sie ihren Partner, der ihr Tag und Nacht zur Seite stehe, heiraten.

Und so zählten zu den ersten Gratulanten neben den engsten Familienmitgliedern auch die Mitarbeitenden der Intensivstation des Universitätsklinikums Minden. Der größte Hochzeitswunsch sei anschließend ebenfalls in Erfüllung gegangen: Der Gesundheitszustand der Patientin habe sich inzwischen wieder so verbessert, dass sie die Intensivstation verlassen konnte.

RND/dpa

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