Schwerer Sturm zieht auf: So wappnet sich die Deutsche Bahn

  • Ab Sonntag drohen in weiten Teilen Deutschlands starke Stürme.
  • Auch auf Bahnfahrer dürfte das Auswirkungen haben.
  • Die Deutsche Bahn trifft entsprechende Vorkehrungen und folgt einer Fünf-Punkte-Strategie.
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Ab dem Wochenende drohen in weiten Teilen Deutschlands starke Stürme und sogar Orkane. Eine Folge dürften wieder Einschränkungen im Bahnverkehr sein, etwa wegen auf die Gleise gestürzter Bäume. Aber wie bereitet sich die Deutsche Bahn auf derartige Wetterlagen vor?

Aus einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) gehe hervor, dass die Deutsche Bahn von den Auswirkungen des Klimawandels so stark betroffen sein werde wie kein anderes großes Unternehmen in Deutschland. Als Reaktion auf zunehmende Unwetter, Starkregen oder auch Hitzewellen habe die Bahn eine Fünf-Punkte-Strategie vorbereitet. Die beinhalte unter anderem längerfristige Änderungen wie mehr Grünschnitt entlang der Trassen, verbesserten Schutz für die Leit- und Sicherungstechnik oder auch baulicher Schutz in Risikobereichen.

Waldbestand soll sturmsicherer werden

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Wichtig für Sturmlagen sei dabei das weiterentwickelte Vegetationsmanagement aus dem Jahr 2018, teilt die Bahn weiter mit. Rechts und links von der Gleismitte gebe es einen vegetationsfreien Bereich von sechs Metern, der jährlich kontrolliert werde. Der Waldbestand entlang der Strecken solle so robuster werden, um die Bahn sturmsicherer zu machen. In ihrer Informationsbroschüre relativiert die Bahn jedoch: „Auch beim besten Schutz: Es wird weiter Wetterextreme geben, bei denen die Bahn wie die anderen Verkehrsteilnehmer auch nicht außen vor ist.“

Information und Weiterfahrt der Reisenden haben Priorität

Festgelegte Prozesse sollen jedoch dabei helfen, die Deutsche Bahn vor extremen Wettersituationen zu wappnen: Im Vorfeld bereite sich die Bahn mit regelmäßigen Wetterbeobachtungen vor. Unter anderem liefert der Deutsche Wetterdienst (DWD) Informationen, die belastbar sein müssen und ganz Deutschland abdecken sollen. Sobald absehbar sei, dass ein Unwetter bevorsteht, müssten sich Mensch und Maschine bereithalten. So auch mit Blick auf die Nacht zu Montag: „Wir beobachten das Wettergeschehen genau und werden notfalls reagieren“, sagte ein Sprecher der Bahn. Dabei habe die Sicherheit der Fahrgäste Priorität. Das könne dann möglicherweise auch dazu führen, dass Züge in den Bahnhöfen bleiben müssten oder Bereitschaftsdienste mobilisiert würden, um Schäden zu beseitigen.

Hotel- und Taxigutscheine für gestrandete Reisende

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Außerdem hätten „Information, Versorgung und Weiterfahrt der Reisenden Priorität“, so die Bahn. Fahrgäste sollten bei Unwetterlagen möglichst ihre Reise verschieben. Außerdem soll über Kundendienste und in den Bahnhöfen ausführlich informiert werden, wie und wann bei Ausfällen der Zugbetrieb wieder aufgenommen werde, um das Fahrgastaufkommen in den Bahnhöfen selbst zu verringern. Gestrandete Fahrgäste könnten sich an den Informationszentren um Hotel- und Taxigutscheine bemühen.

Außerdem bemühe sich die Deutsche Bahn, die Hauptkorridore zu den Knoten Berlin, Hamburg, Köln, Hannover, München und Leipzig innerhalb von 24 Stunden zu räumen, teilt das Unternehmen weiter mit. Der Regionalverkehr folge im nächsten Schritt.

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Über aktuelle Verkehrsmeldungen informiert die Deutsche Bahn über ihre Internetseite.

RND/kast


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