Schweinepest nur noch 42 Kilometer von deutscher Grenze entfernt

  • Die Afrikanische Schweinepest grassiert in Osteuropa – Deutschland wurde bislang verschont.
  • Jetzt allerdings ist die Seuche nur noch 42 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.
  • In Nowogród Bobrzański ist das Virus bei einem toten Wildschwein nachgewiesen worden.
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Nowogród Bobrzański. Die Afrikanische Schweinepest ist drei Wochen nach ihrem Ausbruch nur noch 42 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Das Virus sei bei einem verendeten Tier in der Nähe von Nowogród Bobrzański in Polen nachgewiesen worden, teilte der dortige Bürgermeister Pawel Mierzwiak am Dienstag mit.

Bislang hatte es in Deutschland noch keinen Fall der Seuche gegeben. Behörden in den Bundesländern bereiten sich jedoch seit zwei Jahren mit vielen Maßnahmen auf einen möglichen Ausbruch vor. Im Saarland etwa werden nun Hunde ausgebildet, die Kadaver von Wildschweinen finden sollen, um die Verbreitung zu verhindern.

Landwirte befürchten Einbußen

Bei der Afrikanischen Schweinepest handelt es sich um eine Virusinfektion, die ausschließlich Wild- und Hausschweine befällt. Die infizierten Tiere leiden unter Fieber, Schwäche und Atemproblemen und sterben meist innerhalb von sieben bis zehn Tagen. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich.

Landwirte fürchten auch in Deutschland erhebliche Einbußen, sollte sich das Virus hierzulande ausbreiten. Wird ein Fall bekannt, droht ein Exportstopp. Zudem müssten alle betroffenen Bestände vernichtet werden.

Viele Fälle in Osteuropa

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Die Schweinepest hatte sich zuletzt in Asien und Osteuropa ausgebreitet. Deutschland blieb bisher verschont, aber Fälle in Polen nahe der Grenze zu Brandenburg verstärken die Sorge vor einer Einschleppung.

RND/msc/dpa