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Unwetter in Schuld: Hochwasser lässt Häuser einstürzen, mehrere Tote – Bilder einer Katastrophe

  • Das Unwetter hat im Ort Schuld in der Eifel vier Häuser komplett und zwei weitere zur Hälfte weggespült.
  • Bis zu 70 Menschen wurden nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministeriums vermisst.
  • Luftaufnahmen von Schuld zeigen, wie der Ort in den Fluten mit Geröll und Schlamm nahezu versinkt.
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Schuld. Nach den schweren Unwettern im Eifelort Schuld im Landkreis Ahrweiler werden weiterhin Dutzende Menschen vermisst. In der Nacht zu Donnerstag waren dort laut Polizei Koblenz infolge der Überflutungen vier Häuser komplett und zwei weitere Häuser zur Hälfte weggespült worden. Etwa 40 Prozent der weiteren Wohngebäude in der Katastrophenregion sind von den Fluten beschädigt worden. Eine Vielzahl der Gebäude seien vom Einsturz bedroht. Der Katastrophenfall wurde ausgerufen.

Das Dorf mit etwa 700 Einwohnern – nahe der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen – liegt in einer Schleife an der Ahr, die normalerweise ein kleiner Fluss ist. Nun hat sich die Ahr in ein reißendes Gewässer verwandelt. Auf Luftaufnahmen von Schuld ist zu sehen, wie Teile des Ortes in den Fluten mit Geröll und Schlamm nahezu versinken.

Hochwasser in Schuld: Viele Menschen nach Unwetter vermisst

Mindestens vier Menschen kamen den Angaben zufolge bei der Unwetterkatastrophe im Landkreis Ahrweiler ums Leben. Ob die Todesfälle mit den Hauseinstürzen in Verbindung stehen, war zunächst unklar. Die Toten wurden einem Polizeisprecher zufolge an verschiedenen Orten im Landkreis gefunden.

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Blick in den Ort Schuld im Kreis Ahrweiler am Tag nach dem Unwetter mit Hochwasser.  @ Quelle: Thomas Frey/dpa
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Die genaue Anzahl der Vermissten nach dem Einsturz der Häuser in Schuld ist laut Polizei ungewiss. Einige der zunächst etwa 70 Fälle hätten sich zwischenzeitlich wohl aufgeklärt, sagte ein Sprecher am Donnerstagvormittag.

Feuerwehr muss Menschen von Hausdächern retten

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Der gesamte Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz ist von der Unwetterlage betroffen. Mehrere Orte waren laut Polizei wegen des Hochwassers von der Außenwelt abgeschnitten. Ungefähr 50 Menschen befanden sich demnach zeitweilig auf Hausdächern. Die Rettungsmaßnahmen halten aktuell noch an. Die Polizei hat für Angehörige, die Menschen vermissen, eine Hotline unter der Nummer (0800) 6565651 eingerichtet. Die Nummer 110 bittet sie nur in Notfällen anzurufen.

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Nach der Hochwasserkatastrophe im Eifel-Ort Schuld im Norden von Rheinland-Pfalz haben Schaulustige nach Angaben der Polizei den Rettungseinsatz behindert. „Bitte haltet die Rettungswege frei!!!!!“, schrieb das Polizeipräsidium Koblenz am Donnerstag auf Twitter. Die Beamten riefen auch dazu auf, Straßensperren zu beachten und in Sicherheit zu bleiben. In überfluteten Gebieten seien die Gefahren unkalkulierbar.

Video
Hochwasser in der Eifel: „Häuser wurden mitgerissen“
0:54 min
Die Ortsgemeinde Schuld in der Eifel wurde vom schweren Unwetter besonders hart getroffen. RND-Chefreporter Thorsten Fuchs war vor Ort.  © RND

Auch in weiteren Ortsgemeinden an dem normalerweise schmalen Flüsschen Ahr gab es laut Nisius hohe Überschwemmungen. In Insul etwa stünden rund 30 Prozent der Häuser unter Wasser. Etliche Ahr-Brücken sind laut dem Bürgermeister zerstört worden - Rettungskräfte müssten daher große Umwege fahren. „Das ist der schlimmste Katastrophenfall, den ich erlebt habe“, sagte Nisius.

Mehrere Orte im Landkreis Ahrweiler wurden wegen des Hochwassers von der Außenwelt abgeschnitten. Ungefähr 50 Menschen befinden sich dort auf Hausdächern und müssen gerettet werden. Auch die Bundeswehr half mit rund 200 Soldaten.

RND/dpa

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