• Startseite
  • Panorama
  • Schüler zwei Wochen lang unterwegs - ohne Eltern, ohne Handy und mit nur 150 Euro

Schüler zwei Wochen lang unterwegs - ohne Eltern, ohne Handy und mit nur 150 Euro

  • Ein ungewöhnliches Experiment wagten Schülerinnen und Schüler aus der Region Hannover.
  • Sie gingen in Kleingruppen auf eine zweiwöchige Fahrradtour - ohne Eltern, ohne Handy und mit nur 150 Euro für Essen und Unterkunft.
  • Am Ende steht ein durchweg positives Fazit.
Anzeige
Anzeige

Ohne Eltern, ohne Handy und nur mit 150 Euro für Essen und Unterkunft sind 150 Schülerinnen und Schüler aus der Region Hannover auf selbst organisierte Reisen gegangen. Aufgabe der Jugendlichen von der KGS Pattensen war es, zwei Wochen lang allein oder in Kleingruppen außerhalb des Elternhauses zu verbringen und in dieser Zeit auch keinen Kontakt zu den Eltern zu haben, berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ).

Viele Gruppen seien demzufolge in einer Größe von fünf bis acht Schülerinnen oder Schülern auf Fahrradtour gegangen, begleitet von Lehramtsstudentinnen und -studenten aus Hannover. Die Studenten Merle Krebs und Alexander Wolters etwa waren mit fünf Jungen auf einer 500-Kilometer-Radtour unterwegs. „Die Gruppe war toll. Die Jungs haben sogar Rücksicht darauf genommen, dass wir Vegetarier sind und das Essen entsprechend zubereitet“, sagte Krebs der Zeitung.

Der Tag Was heute wichtig ist. Lesen Sie den RND-Newsletter "Der Tag".
Anzeige

Überraschende Herausforderungen

Die Jugendlichen musste sich dabei einigen überraschenden Herausforderungen stellen. In der Gruppe von Krebs und Wolters etwa ging bereits wenige Kilometer nach dem Start einer der beiden Anhänger kaputt, mit denen die Gruppe ihre Rucksäcke und Zelte transportierte. „Das senkte gleich zu Beginn die Stimmung. Doch gerade durch solche Krisen wachsen Gruppen auch zusammen“, so Wolters. Außerdem sei es vorgekommen, dass sich die geplante Übernachtungsmöglichkeit nicht umsetzen ließ. „Unsere Jugendlichen haben dann an Haustüren geklingelt und gefragt. Am Ende haben wir einen Schlafplatz gefunden“, so Krebs.

Für Schulleiterin Mirjam Gerull war es ein wichtiges und lehrreiches Experiment. Ihre Schülerinnen und Schüller sollten dadurch „Selbstbewusstsein entwickeln, indem sie lernen, mit unerwarteten Situationen umzugehen, wenn zum Beispiel ein Fahrradreifen kaputtgeht und niemand Flickzeug dabei hat. Das wird auch später in der Berufswelt wichtig sein.“

RND/seb

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen