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Schon wieder ein Kind in einer Packstation eingeschlossen: Wie kann das passieren?

  • Ein Neunjähriger aus Wuppertal, ein Zwölfjähriger aus Dortmund und jetzt eine Gleichaltrige aus Düsseldorf - sie alle kletterten in Packstationen, wurden eingeschlossen und kamen nicht mehr heraus.
  • Doch wie kann das überhaupt passieren?
  • Die Post vermutet, dass Nutzer der Packstationen die Fächer nicht wie erbeten wieder geschlossen hatten.
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Düsseldorf. Zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen hat die Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen ein eingeschlossenes Kind aus einer Packstation befreien müssen. Eine Zwölfjährige hatte sich in Düsseldorf in einem Paketfach eingeschlossen, das von der Feuerwehr aufgesägt werden musste. Doch wie kann das überhaupt passieren?

Das aktuelle Missgeschick war am Sonntagabend passiert. Als das Fach sich nicht mehr öffnen ließ, war das Mädchen in Panik geraten. „Zum Glück haben die Freundinnen schnell und richtig reagiert““, sagte ein Feuerwehrsprecher am Montag. Sie hatten sofort die Feuerwehr und die Eltern der Eingeschlossenen alarmiert.

Offenbar hatte ein Nutzer der Packstation das Fach nicht wie erbeten wieder geschlossen. Eine Sprecherin von DHL/Deutscher Post sagte, der Fall werde nun geprüft. Grundsätzlich lasse sich ein leeres Fach öffnen, indem ein gültiges Paketlabel unter den eingebauten Scanner gehalten wird. Auch eine manuelle Eingabe eines Labelcodes sei möglich.

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Kein 100-prozentiger Schutz gegen missbräuchliche Nutzung

„Unsere Packstationen entsprechen allen Vorgaben und Normen zur Sicherheit von Nutzern und Öffentlichkeit“, betonte die Unternehmenssprecherin. Wenn ein Fach binnen zwei Minuten nicht wieder geschlossen werde, lasse es sich auch nicht mehr schließen. Außerdem seien die großen Fächer oben angebracht, damit niemand so leicht hineinklettern kann. „Leider ist eine 100-prozentige Absicherung zum Schutz gegen missbräuchliche Nutzung nicht möglich.“

In Wuppertal hatte die Feuerwehr dennoch Mitte März einen Neunjährigen aus einem Fach befreien müssen, dessen elfjähriger Bruder die Tür geschlossen hatte. Den Angaben zufolge sollen die Kinder so lange auf dem Display herumgedrückt haben, bis sich eine Tür geöffnet habe.

Eine Woche später musste die Feuerwehr in Dortmund einen Zwölfjährigen befreien. Der Junge sei in das Paketfach geklettert, seine Freunde hätten das Fach geschlossen und einen Versandcode eingegeben. Das Fach ließ sich der Feuerwehr zufolge nicht einmal mehr von einem Mitarbeiter der Packstation öffnen. Die Kinder hätten es wohl auch in Dortmund geschafft, das Fach durch „wildes Herumdrücken auf dem Display“ zu öffnen. DHL habe bundesweit 7000 Packstationen errichtet.

RND/dpa

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