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Schon 1000 Festnahmen beim Springbreak in Miami Beach – Frau nach Vergewaltigung gestorben

  • Trotz Corona-Pandemie sind die Feiern zu den US-Semesterferien vor allem in Florida außer Kontrolle geraten.
  • Allein in Miami Beach gab es seit Beginn des Springbreak im Februar mehr als 1000 Festnahmen.
  • Dort beschäftigt auch ein schrecklicher Todesfall die Ermittler.
Marc R. Hofmann
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Miami Beach. Notstand, nächtliche Ausgangssperre, mehr als 1000 Festnahmen und erste Tote: Die als Springbreak bezeichneten Frühjahrsferien der US-Studenten laufen inmitten der Corona-Pandemie völlig aus dem Ruder.

Wie die „Washington Post“ berichtet, ist an dem Partyhotspot Miami Beach in Florida eine 24-jährige Frau unter Drogen gesetzt und vergewaltigt worden. Anschließend stahlen die beiden mutmaßlichen Täter (21 und 24 Jahre alt) aus dem Bundesstaat North Carolina ihrem Opfer die Kreditkarte, um weiter feiern zu können, und ließen die Frau in ihrem Zimmer zurück, wo sie starb. Die genaue Todesursache wird dem Bericht zufolge noch ermittelt.

Die Polizei fand die 24-Jährige am vergangenen Donnerstag halb entkleidet in ihrem Hotelbett, wie die Zeitung „Miami Herald“ schreibt. Die Männer konnten wenige Tage später festgenommen werden, als sie immer noch feiernd in der Stadt unterwegs waren. Einer der beiden hatte die Kreditkarte der Frau genutzt, um unter anderem Alkohol zu kaufen. Außerdem fand die Polizei das Telefon des Opfers und weitere Tabletten bei ihm, bei denen es sich um Drogen handeln könnte. Am Montag wurde Anklage gegen die Männer erhoben.

Bürgermeister von Miami Beach kann nachts kaum noch schlafen

Allein in Miami Beach hat es seit Beginn der Frühjahrssemesterferien Anfang Februar mehr als 1000 Festnahmen gegeben, 400 davon für sogenannte „felony charges“, für schwerwiegende Verbrechen. Nach Angaben der US-Nachrichtenseite The Hill wurden in dieser Zeit 80 Schusswaffen sichergestellt. Um der feiernden Menschenmassen Herr zu werden, mussten neben Polizeikräften aus Nachbarorten auch die Spezialeinsatzkräfte eingesetzt werden. Am Wochenende hatte Miami Beach den Notstand ausgerufen und eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.

Zur „Washington Post“ sagte Bürgermeister Dan Gelber: „Ich kann vor Sorge darüber, was in der Stadt passiert, nachts kaum noch schlafen.“ Er vermutet gegenüber dem „Miami Herald“, dass viele der Gäste nicht nur „College-Kids in den Ferien“ seien, sondern Reisende mit kriminellen Absichten. Davon abgesehen werde das Abstands- und Maskengebot trotz mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen im Bezirk pro Tag nicht ernst genommen.

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Vorfälle auch in anderen Teilen des Landes

Unterdessen berichten US-Medien auch von Feiern in anderen Teilen des Landes, am Rande derer es zu weiteren Vorfällen kam: In Panama City am Golf von Mexiko soll ein 31-Jähriger mit einem Fallschirm aus dem 23. Stock eines Hotels gesprungen sein. Er starb, als sich der Fallschirm in der Luft nicht öffnete.

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Einem 37-Jährigen wird vorgeworfen, ebenfalls in Panama City einen 15-jährigen Jungen erschossen und dessen Stiefbruder verletzt zu haben, als sie gerade Urlaub in Panama City machten.

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