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Schneerekord im April: Lawine begräbt Skifahrer in Norwegen – zwei Tote

  • Im Norden von Norwegen hat eine Lawine mehrere Menschen verschüttet.
  • Zwei Opfer wurden bereits geborgen, über ihren Zustand ist nichts bekannt.
  • Weitere Opfer unter den Schneemassen können nicht ausgeschlossen werden, so die Einsatzkräfte.
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Tromsø. Im norwegischen Lyngen, unweit von Tromsø, sind mehrere Skifahrer von einer Lawine überrascht worden. Das berichtet die lokale Polizei auf Twitter. Demnach wisse man, dass Menschen von den Schneemassen verschüttet worden seien. Eine und anderthalb Stunden nach dem Lawinenabgang wurden zwei Personen gefunden. Sie überlebten das Lawinenunglück nicht. Die beiden Männer sollen zwischen 20 und 30 Jahre alt gewesen sein und in Tromsø leben, berichtet „VG“.

Rettungskräfte hatten zunächst über zwei gefundene Opfer berichtet, deren Zustand unbekannt sei. Die Lawine soll gegen 13.25 Uhr lokaler Zeit niedergegangen sein, andere Skifahrer riefen die Einsatzkräfte, sagte Einsatzleiter Karl Erik Thomassen der Zeitung „Dagbladet“.

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Rettungshubschrauber waren im Einsatz, zudem weitere Hubschrauber und Mannschaften des Roten Kreuzes mit fünf Schneemobilen. Auch eine Hundestaffel wurde am Unglücksort eingesetzt, um nach möglichen Opfern zu suchen. Die Suche wurde am frühen Abend abgebrochen, da eingesetzte Hunde und Geräte keine Anzeichen entdeckt hatten, dass noch weitere Personen verschüttet sind.

Fast ein Meter Neuschnee: Tromsø meldet Rekord-April

Zeugen hatten die Einsatzkräfte alarmiert. Sie gaben an, dass sie zwei Skifahrer gesehen hatten, die vor ihnen unterwegs waren – sie nahmen an, dass diese von der Lawine eingeholt wurden. Die Rettungskräfte befürchteten zunächst, dass weitere Menschen ungesehen in dem Gebiet unterwegs gewesen sein könnten. Das Naherholungsgebiet in Lyngen ist bei Tourengehern sehr beliebt, das Wetter war am Samstag, der auch in Norwegen Feiertag ist, zudem sehr gut, meldet die norwegische Zeitung „VG“.

Die Gegend rund um Tromsø hatte in diesem Winter verhältnismäßig wenig Schnee – bis es im April zu einem Wintereinbruch mit einer Rekordmenge an Neuschnee kam. In Tromsø waren für Samstag 96 Zentimeter Schnee angekündigt, in Lyngen 20 Zentimeter Neuschnee. Die Lawinengefahr in dem Gebiet war von offiziellen Stellen mit Stufe zwei von vier angegeben worden, das Risiko für Lawinen war demnach „mäßig“.

RND/msk

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