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Schnee in Bayern, Kälterekord in Thüringen - doch Besserung ist in Sicht

  • Zum Wochenstart wurde es noch einmal richtig eisig in Deutschland.
  • Eine Kaltfront brachte Frost und Schnee, im Thüringer Wald wurde sogar ein neuer Kälterekord aufgestellt.
  • Doch die Rückkehr des Winters war wohl nur von kurzer Dauer.
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Berlin. Nachdem der sonst sprichwörtlich eigenwillige April nicht “was er will”, sondern vor allem Sonne brachte, präsentiert sich der Wonnemonat Mai in einigen Regionen Deutschlands jetzt frostig. So sorgte in Bayern am Dienstagmorgen Schnee für gebietsweise glatte Straßen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Bis in die Täler gab es eine Schneedecke. Auch im Harz fielen in der Nacht zum Dienstag weiße Flocken: Der Boden des Brocken sei mit rund sechs Zentimetern Schnee bedeckt, hieß es vom DWD. Im Ferienort Torfhaus lag schon am Montag nasser Schnee auf Dächern, Bäumen und Wiesen. Im Schwarzwald schneite es ebenfalls.

Im Thüringer Wald wurde eine Schneehöhe von fünf Zentimetern gemessen, sowie am Erdboden Temperaturen von minus elf Grad Celsius. “Das ist neuer Rekord, so kalt war es Mitte Mai im Thüringer Wald noch nie”, sagte ein DWD-Sprecher.

Temperatursturz um bis zu 20 Grad

Auch Tschechien hat einen Temperatursturz erlebt: Mancherorts brachen die Temperaturen um bis zu 20 Grad ein, wie der staatliche Wetterdienst CHMU am Dienstag mitteilte. Im Erzgebirge rückten bei Frost und Schneefall Schneepflüge aus, um dort die Straßen zu räumen, wie die Verwaltungsregion Usti (Aussig) mitteilte.

Auslöser des Schneefalls war dem Sprecher zufolge eine massive Kaltfront mit kalter Polarluft, die am Montag von Norden nach Süden über Deutschland hinwegzog. Die kalte Polarluft sorgte für extreme Temperaturgegensätze und in den Mittelgebirgen für Schnee. Schneien werde es in den kommenden Tagen nicht mehr, weil die Luft jetzt trockener sei, sagte der Sprecher. Es bleibe aber vorerst für die Jahreszeit ungewöhnlich kühl.

Deutschland dreigeteilt: Sonne und blauer Himmel nur in der Mitte

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Nach dem Temperatursturz der vergangenen Tage stehen die Zeichen allerdings wieder auf Frühling - zumindest in der Mitte Deutschlands. Im Süden und an den Küsten bleibt es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hingegen trüb und ungemütlich. Bei Temperaturen von maximal zehn Grad gibt es dort immer wieder kräftige Schauer und lang anhaltenden Regen. „Das Wetter zeigt sich derzeit und auch in den nächsten Tagen je nach Region in Deutschland von sehr verschiedenen Seiten“, sagte ein DWD-Meteorologe am Dienstag in Offenbach.

Ursache für die Dreiteilung des Wetters ist eine große Tiefdruckzone über Südwesteuropa, die wolkenreiche Luft über die Alpen drückt. Tiefausläufer über der Nordsee bescheren hingegen dem Norden kalte Polarluft. Nur dazwischen - in einem Streifen von Rheinland-Pfalz, dem südlichen Nordrhein-Westfalen, über Hessen und Sachsen - ist es weitgehend trocken und heiter bis sonnig. Aber auch dort muss den Angaben zufolge nachts weiterhin mit Bodenfrost gerechnet werden.

RND/dpa

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