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Schleppende Kampagne in Lateinamerika: Menschen reisen für Impfung in die USA

  • Lateinamerika wurde besonders hart von der Pandemie getroffen – gleichzeitig verläuft die Impfkampagne dort schleppend.
  • Tausende Menschen fliegen nun in die USA, um sich impfen zu lassen.
  • Tourismus­vereinigungen beobachten einen Anstieg der Reisezahlen.
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Impfstoffdosen gibt es in den USA zur Genüge – in Apotheken, Einkaufszentren und Impfzentren können sich Impfwilligen dort gegen das Coronavirus immunisieren lassen. Das wissen auch die Menschen in Lateinamerika, die nun zu Tausenden in die USA reisen. Wie CNN berichtet, beobachtet die Latein­amerikanische und Karibische Luftverkehrs­vereinigung (Alta) eine Zunahme der Reisezahlen aufgrund von Vakzin­tourismus.

Im Jahr 2019 hätten 77 Prozent der Reisen Nordamerika als Ziel gehabt, sagte Alta-Chef José Ricardo Botelho. Im März 2021 seien es 87 Prozent der Reisen gewesen. „Ein Anstieg, der eng mit der signifikanten Anzahl von Impfstoff­touristen zusammenhängt, die in die USA reisen, um sich dort impfen zu lassen“, erklärte Botelho. Die Anzahl der Touristinnen und Touristen, die beispielsweise aus Peru in die USA reisen, habe sich CNN zufolge vervierfacht. So waren es 10.000 im Februar dieses Jahres und schon 40.780 Menschen im April 2021.

In den USA müssen Impfwillige keinen Nachweis des Wohnorts erbringen. Auch die Überprüfung der US-Staats­bürgerschaft sei keine Bedingung für die Impfung, heißt es seitens der US-Gesundheits­behörde CDC.

Bereits eine Million Tote in der Karibik und Lateinamerika

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Lateinamerika und die Karibik wurden besonders hart von der Pandemie getroffen. Im Mai gab die Panamerikanische Gesundheits­organisation (Paho) bekannt, dass bereits eine Million Menschen aufgrund des Virus gestorben sind. 89 Prozent der Toten stammen aus Brasilien, Mexiko, Kolumbien, Argentinien und Peru.

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Doch nur 3 Prozent der Menschen in Lateinamerika und der Karibik wurden vollständig gegen das Coronavirus geimpft (Stand: 19. Mai). Laut CNN bekamen Lateinamerika und die Karibik bis zum 21. Mai nur etwas mehr als zwölf Millionen Dosen durch die Covax-Initiative der WHO.

RND/am

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