Schlafsack von Obdachlosem angezündet: Mordkommission ermittelt

  • Eine Frau bewahrt einen Obdachlosen auf St. Pauli möglicherweise vor schwersten Brandverletzungen.
  • Unbekannte hatten den Schlafsack des Mannes angezündet, die Zeugin reagiert geistesgegenwärtig.
  • Die Täter flüchten, eine Mordkommission ermittelt.
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Hamburg. Unbekannte haben den Schlafsack eines Obdachlosen in Hamburg-St.-Pauli angezündet. Eine Zeugin habe die Situation am Samstagmorgen erkannt und den schlafenden Obdachlosen aus dem brennenden Schlafsack gezogen, teilte die Polizei mit. Der 39-Jährige sei unverletzt geblieben.

Zwei Verdächtige seien Richtung Millerntor/Reeperbahn geflüchtet. Eine Sofortfahndung mit mehreren Streifenwagen blieb ohne Ergebnis. Die Mordkommission ermittelt.

Die Attacke erinnert an einen Berliner Fall von vor fünf Jahren, der bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. In der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag 2016 hatten junge Männer in einem Berliner U-Bahnhof den Rucksack angezündet, auf dem ein schlafender Obdachloser lag. Fahrgäste löschten die Flammen. Der obdachlose Pole blieb unverletzt. Ein 21-Jähriger wurde später zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

RND/dpa

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