• Startseite
  • Panorama
  • Schießerei in Hannover: Todesschütze immer noch flüchtig - Anwalt: Familie des Opfers bedroht ihn seit Längerem

Todesschütze aus Hannover immer noch flüchtig - Anwalt: Familie des Opfers bedroht ihn seit Längerem

  • Am Donnerstag eskaliert in Hannover ein Streit zwischen zwei Autofahrern: Mindestens ein Schuss fällt, ein 30-Jähriger stirbt.
  • Der Anwalt des flüchtigen Täters lässt am Freitag mitteilen, dass sein Mandant sich stellen werde.
  • Doch zwei Tage später ist das immer noch nicht passiert. Der Anwalt geht aber von Notwehr aus.
Anzeige
Anzeige

Hannover. Bei einem Streit zwischen zwei Autofahrern in Hannover ist ein 30 Jahre alter Mann gestorben. Warum es zu der Auseinandersetzung kam, bei der mindestens ein Schuss fiel, sei immer noch unklar, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Auch ein Verdächtiger wurde bislang noch nicht gefasst.

Die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) berichte am Freitag, dass sich der mutmaßliche Täter stellen will. Dabei berief sich die Zeitung auf dessen Anwalt Fritz Willig. Sein Mandant sei jedoch psychisch noch nicht in der Verfassung dazu, sagte dieser. „Er ist weiter flüchtig, die Fahndung nach ihm läuft“, sagt Kathrin Söfker von der Staatsanwaltschaft Hannover der Zeitung am Sonntag. Der Anwalt spricht demnach auch von Notwehr.

Anwalt des Täters: „Er fühlt sich bedroht“

„Er fühlte sich bedroht“, sagt Fritz Willig der HAZ über seinen Mandanten. Offenbar war dieser, bevor der tödliche Schuss fiel, in seinem Auto angegriffen worden. Der Beifahrer des späteren Opfers soll ausgestiegen sein und mit einem Baseballschläger auf das Fahrzeug des Todesschützen eingeschlagen haben. Dieser habe daraufhin auf das Auto des Opfers geschossen. Dessen 30-jähriger Fahrer beschleunigte, prallte gegen ein Verkehrsschild und brach zusammen. Er starb trotz Wiederbelebungsversuchen durch den Rettungsdienst noch am Tatort. Laut Zeugenaussagen flüchtete der Täter zu Fuß.

Video
Schüsse aus fahrendem Auto: Mann in Hannover tot
0:57 min
Polizeieinsatz mitten in Hannover, gesperrte Straßen, massive Staus. Der Anlass: Ein Mann wurde in einem Auto erschossen. Der oder die Täter sind flüchtig.  © dpa
Anzeige

Warum der nun flüchtige Täter überhaupt eine Waffe dabei gehabt habe, begründete der Rechtsanwalt der HAZ so: „Die Familie des Opfers bedroht meinen Mandanten bereits seit Längerem, er hat deshalb vor zwei Monaten eine Anzeige bei der Polizei in Langenhagen erstattet.“ Warum es Streit zwischen den beiden Männern gegeben habe, sagte der Rechtsanwalt demnach aber nicht.

Opfer war bereits mit zwölf Jahren Intensivstraftäter

Anzeige

Wie bekannt wurde, war das Opfer bereits mit zwölf Jahren Intensivstraftäter. Vor einigen Jahren hatte er außerdem einen Mann erschossen, wurde aber später wegen Notwehr aus der U-Haft entlassen. Vertreten wurde das Opfer damals von einem Kollegen von Fritz Willig, wie die HAZ berichtet.

RND/hsc/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen