Schießerei im Berliner Clanmilieu: 30-Jähriger angeklagt

  • Hinter einer Glücksspielhalle in Berlin-Kreuzberg werden in der Nacht zum zweiten Weihnachtsfeiertag 2020 zwei Männer niedergeschossen.
  • Jetzt erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 30-Jährigen wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung.
  • Verdächtiger und Opfer stammen aus dem Clanmilieu.
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Berlin. Knapp ein halbes Jahr nach einer Schießerei im Berliner Clanmilieu hat die Staatsanwaltschaft einen 30-Jährigen wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, in der Nacht zum zweiten Weihnachtsfeiertag 2020 hinter einer Glücksspielhalle in Kreuzberg unvermittelt zwei Männer niedergeschossen zu haben. Einem von ihnen soll er fünfmal, dem anderen zweimal in den Rücken geschossen haben. Auf einen weiteren, flüchtenden Mann soll der mutmaßliche Täter aus kurzer Distanz vier Schüsse abgefeuert haben.

Die Opfer im Alter zwischen 30 und 42 Jahren sind laut Anklagebehörde dem kriminellen Milieu arabischstämmiger Großfamilien zuzurechnen. Die Angeschossenen wurden teilweise lebensgefährlich im Bauch, an Armen und Beinen verletzt und mussten operiert werden.

Bei einem anschließenden Schusswechsel zwischen dem Tatverdächtigen und einem der angeschossenen Männer wurde der Angeschuldigte am Bein verletzt. Er wurde unmittelbar danach in Tatortnähe festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.

RND/dpa

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