Schalker Fußballprofi verliert Prozess um Führerschein-Entzug

  • Ein Profi des FC Schalke 04 hat vor dem Landgericht in Düsseldorf gegen den Entzug seines Führerscheins geklagt - ohne Erfolg.
  • Der Spieler sei “in einer Weise gefahren, die unser aller Sicherheit gefährdet”, so der Richter.
  • Der Spieler selbst hatte eine andere Theorie.
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Düsseldorf. Ein Fußballprofi des FC Schalke 04 hat vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht vergeblich gegen den Entzug seines Führerscheins geklagt. Das Gericht wies seine Klage am Mittwoch ab. Der Spieler sei "in einer Weise gefahren, die unser aller Sicherheit gefährdet", sagte der Richter.

Es sei äußerst ungewöhnlich, dass jemand in nur zehn Monaten 14 Punkte im Flensburger Verkehrssünderregister anhäufe. Die Behörden hätten seinen Führerschein auch schon früher einkassieren können.

Bekannte sollen am Steuer gesessen haben

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Der Nationalspieler sollte sich medizinisch-psychologisch begutachten lassen. Weil er trotz mehrfacher Aufforderung das Ergebnis der Prüfung seiner Fahrtauglichkeit nicht vorlegte, hatte ihm die Straßenverkehrsbehörde den Führerschein entzogen.

Dagegen klagte er. Sein Rechtsanwalt sagte am Mittwoch, sein Mandant habe in den meisten Fällen gar nicht am Steuer gesessen, sondern Bekannte. Diese könnten dies bezeugen. Doch das Gericht wies darauf hin, dass der Fußballer gegen keinen der zwölf Bußgeldbescheide Einspruch eingelegt und insgesamt vier Monate Fahrverbot hingenommen habe.

"Zumindest saß da keine blonde langhaarige Frau am Steuer"

Inzwischen seien diese Bescheide rechtskräftig. Die Fotos, die bei den Tempoverstößen gemacht wurden, wiesen zudem eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Kläger auf. "Zumindest saß da keine blonde langhaarige Frau am Steuer", sagte der Richter und empfahl dem Fußballer, sich lieber um eine neuen Führerschein zu bemühen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (Az.: 6 K 4486/18).

RND/dpa

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