Schäfer scheitert vor Gericht: Wölfin Gloria darf weiterleben

  • 26 Tiere eines Schäfers soll eine Wölfin bislang gerissen haben.
  • Vor Gericht will der Besitzer deshalb die Erlaubnis für den Abschuss des Raubtieres durchsetzen.
  • Jetzt gibt es ein Urteil.
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Düsseldorf. Wölfin Gloria am Niederrhein darf weiterleben. Das hat das Düsseldorfer Verwaltungsgericht am Donnerstag entschieden. Schäfer Kurt Opriel hatte beantragt, dass das am Niederrhein lebende Tier als Problemwolf entnommen wird. Dies hätte die Tötung der Wölfin bedeutet. Die Wölfin hatte wiederholt Schafe des Schäfers gerissen, seinen Angaben zufolge bislang 26 Tiere.

Das Gericht sei nicht überzeugt, dass dem Schäfer auch in Zukunft ernsthafter Schaden droht. 2020 habe es nur noch einen Vorfall gegeben. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass sich die Wölfin auf das Reißen von Schafen spezialisiert habe. Der Schäfer wollte den Kreis Wesel verpflichten, eine Ausnahmegenehmigung nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu erteilen, damit die Wölfin getötet werden darf.

Schäfer Kurt Opriel steht im Tor seines Stalles mit Schafen. © Quelle: Caroline Seidel/dpa
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Der Wolf gehört zu den streng geschützten Tierarten. Grundsätzlich ist seine Tötung verboten. Das nationale und europäische Artenschutzrecht lässt eine Tötung nur in Ausnahmefällen zu. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

RND/dpa

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