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Unbekannte beschädigen Hochwasserschutzanlage in Grimma - Stadt „völlig schutzlos“

  • Unbekannte Täter haben in Grimma in Sachsen die Hochwasserschutzanlage mutwillig beschädigt.
  • Unter anderem wurden zahlreiche Eisenteile verbogen.
  • Die Stadt sei bei einem Hochwasser aktuell „völlig schutzlos“, beklagt der Oberbürgermeister.
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Grimma. Die Hochwasserschutzanlage in Grimma in Sachsen ist von unbekannten Tätern schwer beschädigt worden. Wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte, ist unter anderem ein größeres Fluttor betroffen. Eisenteile, die für die Bedienung nötig seien, seien verbogen worden. Nun lasse sich das Tor nicht mehr schließen. Weil jede Kette nur so stark wie ihr schwächstes Glied sei, sei die ganze Anlage nicht funktionsfähig, erklärte der Grimmaer Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos). Käme ein Hochwasser, wäre die Stadt „völlig schutzlos“.

Elf Jahre Bauzeit

Die komplexe Hochwasserschutzanlage war erst 2019 nach elf Jahren Bauzeit fertiggestellt worden. Die Kosten wurden damals auf 57 Millionen Euro beziffert. In das zwei Kilometer lange Schutzbauwerk sind 78 Tore unterschiedlicher Größe eingebaut, die innerhalb von zwei Stunden geschlossen werden können. Mit der Mauer soll Grimma im Landkreis Leipzig einem Hochwasser wie 2013 standhalten.

RND/dpa

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