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"Defizite in der damaligen Polizeiarbeit"

Brandanschlag auf Geflüchteten in Saarlouis: Polizei räumt Versäumnisse ein

Blaulicht

Im Jahr 1991 stirbt der ghanaischen Asylbewerber Samuel Kofi Yeboah bei einem Brandanschlag in Saarlouis. (Symbolbild)

Saarbrücken. Rund 30 Jahre nach der Tötung eines ghanaischen Asylbewerbers bei einem Brandanschlag in Saarlouis hat die saarländische Polizei Versäumnisse bei der damaligen Polizeiarbeit eingeräumt. Eine vom Landespolizeipräsidium eingesetzte Arbeitsgruppe (AG) „Causa“ habe festgestellt, dass die damalige Organisationsstruktur in Teilen nicht richtig funktioniert habe, teilte die Polizei am Montag in Saarbrücken mit. So seien „Defizite etwa bei der Erhebung, Bewertung und Weitergabe von Informationen“ festgestellt worden.

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Landespolizeipräsident Norbert Rupp teilte mit: „Ich entschuldige mich im Namen des Landespolizeipräsidiums dafür, dass offensichtlich auch Defizite in der damaligen Polizeiarbeit zur Einstellung der Ermittlungen geführt haben.“ So etwas dürfe sich „nicht wiederholen“ - die Polizei habe inzwischen Schwachstellen beseitigt und „Qualitätsstandards“ eingeführt.

Mutmaßlicher Täter ist ein Rechtsextremist

Der Asylbewerber Samuel Kofi Yeboah (27) war am 19. September 1991 bei einem Brandanschlag auf eine Unterkunft in Saarlouis getötet worden. Am Montag wurde als mutmaßlicher Täter ein Rechtsextremist (50) festgenommen. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Deutschen unter anderem Mord vor.

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Die Bundesanwaltschaft hatte im April 2020 die Ermittlungen übernommen. Die seinerzeit bei der Landesjustiz gegen Unbekannt geführten Ermittlungen waren eingestellt worden, da laut Bundesanwaltschaft ein Täter nicht ermittelt werden konnte. Auf Grundlage neuer Erkenntnisse wurde das Verfahren dann durch die Generalstaatsanwaltschaft Saarbrücken wiederaufgenommen.

„Ich bin erleichtert, dass diese schreckliche Tat, nach über 30 Jahren, endlich aufgeklärt scheint“, sagte Rupp weiter. Die AG „Causa“ werde die interne Aufarbeitung weiter fortsetzen.

RND/dpa

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