Rührendes Video: Pflegerin tanzt mit Patientin zu Dirty Dancing

Die 13-jährige Lara Blatkiewicz muss wegen einer äußerst seltenen Erkrankung rund um die Uhr betreut werden. Doch ihre Lebensfreude hat sie nicht verloren. Mit ihrer Pflegerin tanzt sie zum Dirty Dancing-Hit „Time of my Life“. Das berührende Video erreichte mittlerweile hunderttausende Menschen.

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Ennepetal. Lara Blatkiewicz (13) leidet unter der Muskelkrankheit Morbus Pompe. Das schwere Schicksal trübt dennoch nicht ihr Gemüt. Seitdem das Mädchen den Film Dirty Dancing gesehen hat, ist sie von dem berühmten Tanz so begeistert, dass sie ihn unbedingt selbst lernen möchte. "Dann haben wir geübt. Das hat viel Spaß gemacht", sagt Lara der "Bild". In einem Video schwebt sie in ihrem Deckenlift "Uwe" zusammen mit Pflegerin Sylvia Faust (49) zum Hit "Time of my Life" durchs Zimmer. Die beiden lachen und singen lauthals mit. Das Video sprüht nur so vor Lebensfreude und hat mittlerweile mehr als 200 000 Klicks.

„Mit so einem riesigen positiven Echo haben wir nicht gerechnet. Das ist das schönste Kompliment für uns Pfleger“, sagt die Pflegedienstleitung Marianne Szaszowski (28).

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Für das schwerbehinderte Mädchen war der Tanz „unglaublich schön“. Nur etwa 30 Kinder leiden in Deutschland neben Lara unter der seltenen Krankheit. Das Video des Tanzes zeigt, dass Pflegekräfte neben der Hilfe bei alltäglichen Aufgaben ihren Patienten auch eine besonders schöne Zeit bereiten können und ihnen ein großes Stück Lebensqualität schenken – so wie das Ennepetaler Pflegeteam Intensa.

Trotz Pflegemangels wird regelmäßig getanzt

"Von solchen Videos haben wir noch ganz, ganz viele", sagt die 13-Jährige der "Westfalenpost". Denn fast jeden Tag tanzen Sylvia Faust und ihre junge Patientin. Trotz des Pflegemangels nimmt sich Faust Zeit. "Wir arbeiten mit Menschen und betreiben keine Massenabfertigung. Und wenn diese Menschen uns in diesem Moment ein paar Minuten länger brauchen, sind wir für sie da – selbst auf die Gefahr hin, dass wir zum nächsten Patienten etwas später kommen", erklärt Szaszowski. Dann fährt sie fort: "In der Intensivpflege können wir uns um die Patienten auf diese Weise kümmern. Im ambulanten Dienst ist das natürlich eine ganz andere Nummer."

Von RND/aw

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