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Rockerprozess um Mordversuch: Angeklagte „Bandidos“ wollen schweigen

  • Die Staatsanwaltschaft Hagen erhebt schwere Vorwürfe gegen fünf Rocker des „Bandidos MC“.
  • Sie sollen in zwei Attentate mit Schusswaffen auf verfeindete Rocker der „Hells Angels“ involviert gewesen sein.
  • Bei den Anschlägen war ein Mann schwer verletzt worden.
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Hagen. Waffenkäufe, blutige Vergeltungsaktionen und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung: Schwere Vorwürfe erhebt die Staatsanwaltschaft in Hagen (Nordrhein-Westfalen) gegen fünf Rocker des „Bandidos MC“. Am Donnerstag hat vor dem Landgericht unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen der Prozess gegen die zwischen 23 und 58 Jahre alten Deutschen begonnen.

Auf die Frage, ob sie sich zu der Anklageschrift äußern möchten, schüttelten die Männer nur den Kopf. Sie sollen in zwei Attentate mit Schusswaffen auf verfeindete Rocker der „Hells Angels“ im November 2018 und Januar 2019 in Köln involviert gewesen sein. Bei den Anschlägen war ein Mann schwer verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft wertet beide Taten als versuchten Mord.

Die Verteidigung griff die Anklageschrift hart an. Im Namen seiner Kollegen warf Anwalt Lars Brögeler der Staatsanwaltschaft vor, eine „bloße Aneinanderreihung von Vermutungen und Spekulationen“ vorgelegt zu haben, die jeder Grundlage entbehre. Das Hagener Landgericht hat für den Prozess zunächst noch 35 Verhandlungstage angesetzt. Mit einem Urteil ist nicht vor Ende März 2021 zu rechnen.

RND/dpa

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