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Roaminggebühren: Adlerweibchen stürzt russische Forscher in den Ruin

  • Forscher wollten mithilfe von GPS-Sendern die Routen von Steppenadlern nachvollziehen – doch sie hatten die Rechnung ohne Adlerdame Min gemacht.
  • Das Tier flog bis in den Iran und verursachte Roamingkosten von mehreren Hundert Euro.
  • Jetzt haben die Forscher kein Budget mehr.
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Moskau. Sie wollten sich für eine Studie über den Standort von Steppenadlern informieren – doch dann wurde es ziemlich teuer.

Wissenschaftler aus Russland hatten 13 Vögel mit Sendern ausgestattet, die ihre GPS-Standorte per SMS-Nachricht in regelmäßigen Abständen automatisch an die Forscher senden sollten. Doch die Forscher hatten die Rechnung ohne Adlerweibchen Min gemacht.

Das Tier flog zunächst nach Kasachstan und blieb dort für vier Monate. Von ihrem Standort kam allerdings nichts bei den Forschern an – Grund war die schlechte Netzabdeckung in dem Land. Dann allerdings zog Min weiter in den Iran.

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Gesamtes Budget der Studie aufgebraucht

Hier gab es zwar wieder Netz, allerdings hatte ihr Ausflug Folgen für die Forscher: Der Sender schickte die gesamten, nicht gesendeten Nachrichten aus Kasachstan auf einmal nach Russland. Dabei fielen aufgrund des iranischen Mobilfunknetzes Roamingkosten in Höhe von mehreren Hundert Euro an.

Die Ornithologin Elena Schneider aus Nowosibirsk sagte der „Daily Mail“, das Tier habe durch Hunderte SMS das gesamte Budget der Studie aufgebraucht. Um die Kosten zu decken, haben die Forscher nun eine Spendenaktion gestartet.

Die hohen Kosten waren tatsächlich eher ungewöhnlich. Alle anderen Adler hatten ihr SMS-Verhalten unter Kontrolle: Sie flogen zwar teils in den Sudan oder nach Pakistan, verursachten aber nicht annähernd so hohe Kosten wie Adlerdame Min.

RND/msc