Rekordalligator in Arkansas: Tier zieht Boot mit Jägern

  • Im US-Bundesstaat haben vier Jäger einen vier Meter langen und 360 Kilogramm schweren Alligator getötet – das ist ein neuer Rekord.
  • Doch bevor Travis Bearden und seine Familie das Tier erlegen konnten, zog der harpunierte Alligator das Jägerboot zwei Stunden lang über seinen See.
  • “Es war eine außergewöhnliche Erfahrung, die ich niemals vergessen werde”, sagt Bearden.
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Tichnor. In Arkansas hat eine Gruppe von Jägern einen vier Meter langen Alligator gefangen und getötet. Das ist der größte Alligator, der je in dem Bundesstaat gesehen wurde. “Zuerst haben wir gar nicht realisiert, wie groß das Tier ist – erst nachdem wir es mit der Harpune gefangen hatten”, sagt Jäger Travis Bearden dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). “Ich weiß, dass Rekorde dafür da sind, gebrochen zu werden. Aber dieser wird nur schwer zu überbieten sein.”

Travis Bearden war mit seinem Vater Gary, seinem Bruder Cody und seinem Freund Tommy Kelley unterwegs, als sie am 27. September auf dem Lake Merrisach das Tier fanden. Der 31-Jährige erkannte den Alligator im Dunklen, sie schalteten den Motor ab und ließen sich gen Alligator treiben. Dann warf er die Harpune nach dem Tier. “Er zog unser Boot als würde der Motor laufen”, sagte Bearden der britischen Zeitung “The Sun”. Zwei Stunden lang zog der Alligator das Boot, ehe die Männer, die eine Genehmigung zur Alligatorenjagd hatten, ihn töteten. Rund 360 Kilogramm brachte das Tier auf die Waage.

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Mann reitet auf totem Rekordalligator: Kritik in den sozialen Medien

“Es war eine wirklich coole Erfahrung. Die Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit, die ich bekommen habe, hätte ich mir nie träumen lassen", sagt Bearden dem RND. Seine kleine Tochter, schreibt er auf Instagram, sei aufgeregter als alle andere – sie glaube, ihr Vater habe einen Dinosaurier erlegt.

Doch nicht nur positive Aufmerksam hat der junge Mann bekommen. Auf Facebook stellte er einige Videos und Fotos von der Jagd und vor allem von dem toten Alligator online. Mehr als 300 Kommentare erhielt er daraufhin. Tierschützer kritisieren vor allem ein Bild, das Gary Bearden reitend auf dem toten Tier zeigt – er strahlt dabei übers ganze Gesicht. “Das fasst es perfekt zusammen”, schrieb Travis Bearden zu dem Foto. “Du solltest dich schämen, eine unschuldige Kreatur zu töten”, schreibt ein Mann etwa. Eine Frau kommentiert: “Ihr hättet es am Leben lassen sollen, es ist schon so lange in dem See. Es sollte ein Tötungsverbot für Alligatoren geben, sie sind wundervoll.” Andere schreiben, das Foto sei respektlos.

Familie Bearden hat nun 90 Kilogramm Alligator in der Kühltruhe

“Das bezog sich nicht auf den Alligator, sondern auf das Gesicht meines Vaters auf dem Bild. Er war so aufgeregt, und der Fakt, dass ich diese Erfahrung mit ihm teilen konnte, macht alles noch spezieller”, rechtfertigt er sich gegenüber dem RND. Würde man das Bild aus dem Kontext reißen, könne er verstehen, warum Menschen verärgert seien. “Aber ich würde absolut nichts an diesem Wochenende ändern. Es war eine außergewöhnliche Erfahrung, die ich niemals vergessen werde.”

Weitere Kritik gibt es von Menschen, die im Töten des Alligators, der die Männer nicht angegriffen hatte, keinen Sinn sehen. Doch für Travis Bearden, so sagt er, sei die Jagd mehr als eine Trophäenjagd gewesen. Am Freitagabend speiste er mit Familie und Freunden, erzählt er dem RND: Sie frittierten Alligatorenfleisch. “Zu meiner Überraschung war das wirklich gut. Ich hatte am Ende 200 Pfund (rund 90 Kilogramm) mitgenommen", sagt er.

Lob und Stolz – auch vom bisherigen Rekordhalter

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Andere wiederum feiern Travis Bearden und seine Crew für den Coup. “Mann, du solltest dir aus den Zähnen eine Halskette fertigen. Du hast einen Dinosaurier gekillt und den State-Rekord gebrochen", schreibt ein Mann. Auch vom bisherigen Rekordhalter James Pelt gab es Lob: “Glückwunsch, Mann! Ich habe den Rekord die letzten fünf Jahre gehalten und weiß, welchen Kampf ihr Jungs durchgestanden habt. Nach diesem Adrenalinkick wollt ihr das jetzt jedes Jahr machen.”

RND/msk


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