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Razzien nach Angriff auf Polizisten in Supermarkt: Täter offenbar Reichsbürger

  • Nach dem Angriff auf Polizisten in einem Supermarkt in NRW finden Razzien in Bonn und Troisdorf statt.
  • Die Wohnungen der Verdächtigen werden durchsucht.
  • Einer der Verdächtigen soll dem Reichsbürgermilieu angehören.
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Bonn. Im Fall von zwei in einem Supermarkt schwer verletzten Polizisten laufen zurzeit Durchsuchungen bei zwei Verdächtigen in Bonn und Troisdorf. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Mittwochmittag aus Ermittlerkreisen. Zuvor hatten die “Bild”-Zeitung und der “Express” über die Razzia berichtet. Es besteht zudem der Verdacht, dass zumindest einer der Männer dem Reichsbürgermilieu angehört.

Die beiden Männer hatten sich bei dem Vorfall am Samstag geweigert, in einem Supermarkt Masken zu tragen. Sie griffen alarmierte Beamte an und verletzten sie schwer. Ermittler gehen nach dpa-Informationen dem Verdacht nach, dass die Beamten in eine Falle gelockt wurden.

Demnach besteht die Vermutung, dass die beiden Verdächtigen die Situation absichtlich provozierten. Einer der beiden hatte den Ablauf mit einer an seinem Körper befestigten Kamera gefilmt und offenbar eine Teilsequenz ins Internet gestellt. Wie die dpa erfuhr, prüfen die Ermittler auch, ob einer der beiden Beschuldigten Bezüge zur Reichsbürgerszene hat.

Inzwischen hat das Kommissariat des Staatsschutzes der Bonner Polizei die Ermittlungen übernommen. Polizeisprecher Frank Piontek sagte dem “Express”: “Wir gehen davon aus, dass das Video nicht das gesamte Geschehen zeigt und werten weitere Videos und Zeugenaussagen aus.”

RND/seb, mit dpa

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