Rauchverhangenes Sydney: Zehntausende fordern Klimaschutzmaßnahmen

  • Australiens Feuer wüten weiter, Sydney liegt in dichtem Rauch.
  • Tausende Menschen fordern bei Protesten Maßnahmen zum Klimaschutz.
  • Dazu zählt auch ein höheres Budget für die Feuerwehr.
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Sydney. Mehr als 20 000 Menschen haben im von Buschbränden eingeräucherten Sydney dringende Maßnahmen zum Klimaschutz gefordert. "Wir können es nicht zulassen, dass eine schädliche Luftqualität in Australiens größter Stadt zur Normalität wird", sagte eine der Organisatorinnen. Die Demonstranten versammelten sich am Mittwochabend vor dem Rathaus der Millionenstadt. Viele von ihnen trugen Atemschutzmasken, um sich vor dem Rauch zu schützen. Andere hielte Protestplakate in der Hand.

Die konservativ-liberale Regierung vermied es bisher, sich zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Buschbrände zu äußern. Seit Wochen legt sich wegen der Buschfeuer dichter Rauch über Sydney. Die Luftverschmutzung sei elf Mal schlimmer als der als "gefährlich" geltende Wert. Die Zahl der Patienten in Notaufnahmen habe sich im letzten Monat um 25 Prozent erhöht, so die staatliche Gesundheitsbehörde. Die Demonstranten forderten auch, das Budget der unterfinanzierten Feuerwehr zu erhöhen und sich mit den schweren Folgen des giftigen Rauchs in der Stadt zu beschäftigen.

Mehr als 2000 Feuerwehrleute im Einsatz

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Die Feuerwehr bekämpft noch immer mehr als 100 Brände im Osten Australiens. Allein in der Umgebung Sydneys wüten aktuell etwa 80 Brände. Große Hitze, Wind und trockene Böden erschweren die Löscharbeiten. Im Nordwesten von Sydney gibt es eine rund 60 Kilometer lange Feuerfront, dort waren mehrere Brände in einem sogenannten Megafeuer aufgegangen. Mehr als 2000 Feuerwehrleute sind im Einsatz.

Seit Oktober haben die Buschbrände nach Angaben der Behörden rund 2,7 Millionen Hektar Land verbrannt. Mindestens sechs Menschen kamen landesweit ums Leben. Mehr als 900 Häuser wurden zerstört.

RND/dpa