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Rassistischer Angriff in Erfurt: Straßenbahnschläger bleibt in Untersuchungshaft

  • Am Freitag soll ein Mann einen aus Syrien stammenden Jugendlichen (17) angegriffen haben.
  • Dem 40-Jährigen werden unter anderem gefährliche Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung vorgeworfen.
  • Der mutmaßliche Täter verbleibt zunächst weiter in Untersuchungshaft.
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Erfurt. Der mutmaßliche Erfurter Straßenbahnschläger bleibt zunächst weiter im Gefängnis. Der zuständige Ermittlungsrichter habe gegen den 40-Jährigen Untersuchungshaft angeordnet, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Erfurt, Hannes Grünseisen, am Mittwoch. Ihm würden unter anderem gefährliche Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung vorgeworfen.

Der Mann soll am vergangenen Freitag einen aus Syrien stammenden Jugendlichen in einer Straßenbahn rassistisch beleidigt und getreten haben. Er ist der Polizei nach deren Angaben bereits als Drogenkonsument sowie wegen Eigentums- und Gewaltdelikten bekannt.

Der Anwalt des Jugendlichen, Juri Goldstein, bezeichnete den Zustand des 17-Jährigen nach „mehreren brutalen Schlägen und Fußtritten des Angreifers“ als „den Umständen entsprechend“. Seine Verletzungen seien inzwischen durch einen Arzt untersucht worden. Den jungen Mann habe der Vorfall stark mitgenommen. Er versuche, das Geschehen zu verarbeiten.

Dass der mutmaßliche Täter schon wenige Stunden nach dem abendlichen Übergriff ausfindig gemacht und in Folge inhaftiert werden konnte, wertete der Anwalt als einen ersten und schnellen Ermittlungserfolg. Diese Arbeit der zuständigen Behörden müsse nun konsequent fortgesetzt werden. „Wir wollen, dass der Angreifer für seine brutale Tat zur Rechenschaft gezogen wird und dass im Zuge dieses Verfahrens einmal mehr klar gemacht wird, dass Hass, Hetze und Rassismus keinen Platz in unserer Stadt, unserem Land und in unser Gesellschaft haben“, sagte Goldstein, der auch stellvertretender Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde ist.

RND/epd

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