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Rassistischer Angriff: Erfurts Oberbürgermeister bietet Syrer Hilfe an

  • Ein rassistischer Angriff auf einen Syrer (17) in einer Erfurter Straßenbahn sorgt für Entsetzen.
  • Der Oberbürgermeister der Stadt möchte dem Opfer jetzt helfen.
  • Gegen einen 40-Jährigen, der den Jugendlichen bespuckt, beleidigt und getreten hatte, war nach der Tat Haftbefehl erlassen worden.
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Erfurt. Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) hat dem in einer Straßenbahn brutal überfallenen jungen Syrer Hilfe angeboten. „Wenn er sich psychisch dazu in der Lage fühlt und er das möchte, werde ich ihn besuchen und ihm persönlich unsere Hilfe und Unterstützung anbieten, um das Erlebte zu verarbeiten“, sagte Bausewein am Dienstag. Der 17-Jährige war am vergangenen Freitagabend in einer Straßenbahn rassistisch beleidigt, bedroht, bespuckt und angegriffen worden.

Die Polizei nahm daraufhin am Montag einen 40 Jahre alten Deutschen fest. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung erlassen. Zeugen hatten von dem Angriff in der Straßenbahn Videos gemacht und die Sicherheitskräfte zu Hilfe gerufen. Das Opfer erlitt leichte Verletzungen.

Bausewein zeigte sich erschüttert und beschämt über die Tat. Dieser „widerliche und verachtenswerte Vorfall“ müsse ein Warnzeichen sein, appellierte der Oberbürgermeister zugleich an die Zivilcourage. Zuvor hatten bereits Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sowie die Landtagsfraktionen von CDU und Linker die Tat scharf verurteilt.

RND/dpa

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