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Rangeleien und Flaschenwürfe: Knapp 20 Polizisten am 1. Mai in Berlin verletzt

  • Laut Gewerkschaft der Polizei wurden in der Nacht des 1. Mai knapp 20 Beamte in Berlin verletzt.
  • Außerdem wurden mehr als 120 Ermittlungsverfahren gegen Verdächtige eingeleitet.
  • Zudem kam es zu zahlreichen Festnahmen.
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Berlin. In der Nacht des 1. Mai sind in Berlin bei Rangeleien und durch Flaschenwürfe nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) knapp 20 Beamte verletzt worden. Man könne daher nicht von einem friedlichen 1. Mai sprechen, teilte die Berliner GdP am Samstagvormittag mit. Die Polizei habe mehr als 120 Ermittlungsverfahren gegen Verdächtige eingeleitet, unter anderem wegen Landfriedensbruch, Angriffen auf Polizisten und Verstößen gegen die Corona-Regeln.

Die GdP sprach zudem von mehr als 350 Menschen, die vorläufig festgenommen oder von denen die Personalien festgestellt worden seien. Knapp 100 davon allein bei einer Demonstration gegen die Corona-Regeln am Nachmittag im Stadtteil Mitte. Dort hatten auch Rechtspopulisten und Verschwörungstheoretiker teilgenommen. Ein Kamerateam der ZDF-Satiresendung “heute-show” war angegriffen worden.

Polizeipräsidentin Barbara Slowik hatte im RBB-Inforadio die Zahl von insgesamt 209 Freiheitsentziehungen und -beschränkungen genannt.

Verständnislosigkeit beim stellvertretenden GdP-Bundesvorsitzenden

Mit Verständnislosigkeit reagierte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek auf die Verstöße gegen die Corona-Beschränkungen. Obgleich der 1. Mai weitgehend friedlich verlaufen sei, "muss jedoch registriert werden, dass sich in Pandemiezeiten trotz klarer Hygiene-Anordnungen und Demonstrationsauflagen zum Teil tausende Menschen auf engsten Raum versammelten und somit die Ansteckungsgefahr massiv erhöhten", sagte er in Hannover.

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Polizisten seien wiederholt von teilweise alkoholisierten Demonstranten beleidigt, sowie mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen worden, fügte er hinzu. Diese Vorfälle hätten gezeigt, dass ein massives Polizeiaufgebot am 1. Mai notwendig sei.

Tausende Menschen in Kreuzberg unterwegs

Trotz des Corona-Verbots von Ansammlungen waren am Abend des 1. Mai im Stadtteil Kreuzberg einige tausend Menschen auf den Straßen unterwegs. Nur ein Teil davon wollte demonstrieren. Die Mehrheit waren Schaulustige, Neugierige, Gaffer und später in der Nacht auch Randalierer.

RND/dpa

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