Rabiater Polizeieinsatz: Strafbefehle gegen fünf Polizisten

  • Nach einem rabiaten Einsatz in Chemnitz im April 2020 legen fünf Polizisten Einspruch gegen die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft ein.
  • Diese hatte wegen fahrlässiger Körperverletzung im Amt Strafbefehle über mehrere Tausend Euro erlassen.
  • Nun liegt der Fall beim Amtsgericht.
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Chemnitz. Ein rabiater Einsatz in Chemnitz im April 2020 hat für fünf Polizisten ein juristisches Nachspiel. Wegen fahrlässiger Körperverletzung im Amt seien Strafbefehle über jeweils mehrere Tausend Euro erlassen worden, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Ingrid Burghart, am Donnerstag auf Anfrage. Dagegen hätten die Beamten Einspruch eingelegt, so dass der Fall nun beim Amtsgericht liege. Ein Termin für die Verhandlung stehe noch nicht fest. Darüber hatte zuvor die „Freie Presse“ berichtet.

Am Wochenende waren erneut schwere Vorwürfe bekanntgeworden. Dieses Mal ging es um einen Polizeieinsatz Ende Januar. Die Polizisten gingen damals einem Hinweis auf Ruhestörung nach. Dabei sollen eine Frau und ein Mann verletzt worden sein. Dazu laufen nun Ermittlungen wegen des Verdachts auf Körperverletzung im Amt. Zu einer Zeugenvernehmung ist es laut Polizei bisher noch nicht gekommen.

Bei dem Einsatz im April 2020 sollen Polizisten laut Staatsanwaltschaft einen Mann zu Boden geworfen, fixiert und auf die Brust geschlagen haben. Auch gegen dessen schwangere Frau sollen sie vorgegangen sein - sie musste danach ins Krankenhaus gebracht werden. Bei dem Einsatz soll es um vermeintliche Verstöße gegen Corona-Vorschriften gegangen sein.

RND/dpa

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