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„Verurteilt ihn“: Staatsanwaltschaft fordert Schuldspruch gegen R. Kelly

Die Staatsanwaltschaft hat im Missbrauchsprozess gegen R. Kelly ihr Schlussplädoyer gehalten. Sie fordert von der Jury die Verurteilung des Sängers. Die Beratungen der Jury könnten bereits am Freitag beginnen.

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New York. Im Missbrauchsprozess gegen R. Kelly (54) hat die Staatsanwaltschaft die Jury mit deutlichen Worten zu einer Verurteilung des früheren Pop-Superstars aufgefordert. „Über Jahrzehnte hat der Angeklagte Frauen, Mädchen und Jungen für seine eigene sexuelle Befriedigung rekrutiert und gepflegt. Mit der Hilfe seiner engsten Vertrauten hat er diese Opfer langsam isoliert, Regeln aufgestellt und ihnen Strafen auferlegt“, sagte Anwältin Elizabeth Geddes US-Medienberichten zufolge am Donnerstag vor Gericht in New York. „Jetzt ist es an der Zeit, dass der Angeklagte für seine Verbrechen bezahlt. Verurteilt ihn.“

Der Musiker sei selbst Opfer - von ausgedachten Geschichten und ausgeschmückten Erzählungen über Misshandlungen, sagte im Anschluss Kellys Anwalt Deveraux Cannick im Abschlussplädoyer der Verteidigung. Der unter anderem wegen sexueller Ausbeutung Minderjähriger, Kidnapping und Bestechung angeklagte Musiker hatte zuvor angekündigt, nicht selbst aussagen zu wollen.

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Im Anschluss an die Abschlussplädoyers muss die Jury über Schuld oder Unschuld von Kelly beraten - das könnte am Freitag beginnen. Bei einer Verurteilung droht Kelly, der seit seiner Festnahme im Sommer 2019 im Gefängnis sitzt, eine Haftstrafe von zehn Jahren bis lebenslang.

RND/dpa

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