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Queen zu Interview von Harry und Meghan: Rassismusvorwürfe werden „sehr ernst“ genommen

  • Einen Tag nach dem Interview von Harry und Meghan reagiert der Palast im Namen der Queen.
  • Nach einem Krisentreffen heißt es, die angesprochenen Themen – darunter der Rassismusvorwurf – würden sehr ernst genommen, auch wenn Erinnerungen auseinander gehen könnten.
  • Harry, Meghan und Archie würden immer „sehr geliebte Familienmitglieder“ sein.
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London. Das Interview von Harry und Meghan mit Oprah Winfrey hat am Montag hohe Wellen geschlagen. Nun äußert sich das britische Königshaus nach einem Krisentreffen dazu. „Die ganze Familie ist traurig zu erfahren, wie herausfordernd die letzten Jahre für Harry und Meghan waren“, heißt es in dem Statement im Namen von Königin Elizabeth II. Auch auf die Rassismusvorwürfe wird mit einem Satz eingegangen: „Die angesprochenen Themen, insbesondere der Vorwurf des Rassismus, sind besorgniserregend.“

Weiterhin lässt der Palast mitteilen, dass „einige Erinnerungen variieren könnten“, aber trotzdem „sehr ernst genommen und von der Familie privat angesprochen“ werden. „Harry, Meghan und Archie werden immer sehr geliebte Familienmitglieder sein“, heißt es außerdem.

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RND-Videoschalte zur Queen-Reaktion: "Statement war kurz, aber sehr persönlich"
9:38 min
Großbritannien-Korrespondentin Katrin Pribyl spricht im Video-Interview über das Statement des britischen Königshauses zum Interview von Harry und Meghan.  © RND
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Meghan und Harry: Schwere Vorwürfe gegen Mitglieder des Königshauses

Meghan und Harry hatten in einem am Sonntagabend (US-Ortszeit) ausgestrahlten Interview mit US-Talkshow-Legende Oprah Winfrey schwere Vorwürfe gegen die Königsfamilie erhoben. Unter anderem hatten sie der Familie mangelnde Unterstützung vorgeworfen und sie rassistischer Gedankenspiele bezichtigt. Als sie mit Sohn Archie schwanger gewesen sei, habe es Bedenken gegeben, „wie dunkel seine Haut sein könnte, wenn er geboren wird“, erzählte Meghan. Von welchem Royal diese Aussagen kamen, wollte das Paar nicht sagen – lediglich Queen Elizabeth II. (94) und ihr Mann Prinz Philip (99) wurden später ausgenommen. Die Ausstrahlung der Sendung im britischen Fernsehen hatte am Montagabend nach Angaben des Senders ITV mehr als elf Millionen Menschen an die Bildschirme gelockt.

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RND-Videoschalte nach dem TV-Interview von Meghan und Harry: So geht es für das Paar weiter
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Meghan und Harry haben mit ihrem TV-Interview für viel Aufruhr gesorgt. Hollywoodexpertin Natascha Wittmann gibt in der RND-Videoschalte Einschätzungen dazu.  © RND

Ausdrücklich kritisierte Harry auch, dass keines seiner Familienmitglieder sich gegen „koloniale Untertöne“ in Berichten der britischen Boulevardpresse gewandt habe. Vor allem dieser Vorwurf dürfte der stets um den Commonwealth bemühten Queen Sorgen bereitet haben. Sie steht an der Spitze des losen Staatenverbunds, dem 54 Länder angehören. Die meisten davon waren früher Teil des britischen Empires. In 16 dieser Länder ist die Queen auch Staatsoberhaupt.

Gerät die Monarchie ins Wanken?

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Ausgerechnet am Montag hatte der Palast den „Commonwealth Day“ mit einer aufgezeichneten Ansprache der Queen noch feierlich begangen. Von Wertschätzung war die Rede. Die Vorwürfe von Meghan und Harry dürften in einigen Ländern nun Zweifel daran geweckt haben, ob die Royals das tatsächlich ernst meinen.

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Meghan verrät im TV-Interview: "Ich wollte nicht mehr leben"
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Der Herzog und die Herzogin von Sussex haben eine – oder gleich mehreren Bomben – platzen lassen, in einem Interview mit der US-Talkerin Oprah Winfrey.  © Reuters

Der ehemalige australische Premierminister Malcom Turnbull sah sich durch das Interview in seiner Forderung nach einem Ende der Monarchie in seinem Land bestärkt. Wenn die Queen einmal nicht mehr auf dem Thron sitzen werde, müsse man darüber nachdenken, ob der König oder die Königin Großbritanniens automatisch das Staatsoberhaupt Australiens sein solle, sagte er dem Fernsehsender ABC TV.

Meghans Vater Thomas Markle verteidigte die Royals gegen den Rassismusvorwurf. „Ich habe großen Respekt für die Royals, und ich denke überhaupt nicht, dass die britische royale Familie rassistisch ist“, sagte Markle dem britischen Sender ITV am Dienstagmorgen. Meghans Beziehung zu ihrem Vater gilt als zerrüttet und mündete sogar in einen Rechtsstreit, in dem es um private Briefe ging, die gegen ihren Willen veröffentlicht wurden.

RND/AP/dpa/hsc

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