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Psychopathen hören Justin Bieber

Bei Psychopathen offenbar beliebt: Justin Bieber

New York. Legendär sind die Szenen aus Stanley Kubricks „Clockwork Orange“, in denen der gewalttätige Alex DeLarge Beethovens Sinfonie Nr. 9 lauscht. Der Kannibale und Serienmörder Hannibal fällt zu Mozart über zwei Gefängniswärter her und auch in Horror-Klassikern wie „Der weiße Hai“ oder „Psycho“ lassen klassische Geigen die Zuschauer erschaudern.

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Dass bestimmte Musikrichtungen und Lieder in Dauerschleife den Weg in die Psychose verkürzen, kann man sich gut vorstellen. Einer Studie zufolge haben Psychopathen jedoch eher einen Hang zur modernen Popmusik als zu klassischen Tönen. Das berichtete die "Washington Post". Besonders Teenieschwarm Justin Bieber und Rapper Eminem stehen demnach hoch im Kurs.

Pascal Wallisch, Psychologieprofessor an der New York University, und die Absolventin Nicole Leal untersuchten, ob ein Zusammenhang zwischen Musikvorlieben und Psychopathie besteht. Die psychische Erkrankung kann unterschiedliche Formen annehmen und gilt als schwere Persönlichkeitsstörung. Mangel an Empathie, Selbstüberschätzung, Manipulation oder ständiges Lügen sind einige charakteristische Eigenschaften.

Pop und Rap beliebt

Für ihre Studie befragten Wallisch und Leal 190 Psychologiestudenten der NYU. Zunächst mussten die Probanten Aussagen bewerten, anhand derer die Forscher sie auf einer Psychopathie-Skala einordneten. Anschließend wurden Lieder unterschiedlicher Genres vorgespielt. Tatsächlich konnten Wallisch und Leal einen Zusammenhang zwischen einer erhöhten Psychopathie und der Vorliebe für bestimmte Songs feststellen.

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So fanden die Probanten mit Hang zu Psychopathie unter anderem Gefallen an Justin Biebers „What Do You Mean“, „No Diggity“ von den Blackstreets und Eminems „Lose Yourself“. Klassische Rocksongs wie „My Shaona“ von The Knacks oder der Country-Song „Wayward Wind“ schnitten hingegen schlecht ab.

Bisher konnten Wallisch und Leal noch nicht erklären, warum einige Songs bei Psychopathen beliebter sind als andere. Ursprünglich gingen die Forscher davon aus, dass die Betroffenen Lieder ohne Gesang präferieren, da die typischen Songtexte meist von Themen handeln, die Psychopathen sowieso nicht interessierten. Diese These konnte in der Studie widerlegt werden.

Von RND/mkr

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