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Prozessbeginn: Mutter soll Sohn im Corona-Lockdown schwer misshandelt haben

  • Während des Corona-Lockdowns soll eine Mutter aus Hildesheim ihren siebenjährigen Sohn schwer misshandelt haben.
  • Seit Montag steht die 60-Jährige vor Gericht.
  • Während der Anklageverlesung schüttelt die Frau manchmal den gesenkten Kopf.
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Hildesheim. Eine Mutter soll ihren kleinen Sohn im Corona-Lockdown so schwer misshandelt haben, dass Lebensgefahr für den Siebenjährigen drohte: Seit Montag muss sich die 60-Jährige vor dem Landgericht Hildesheim verantworten. Nach Verlesung der Anklage führte die Strafkammer auf Anregung der Verteidigung zunächst ein Rechtsgespräch. Der Frau wird Misshandlung von Schutzbefohlenen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen. Hintergrund sollen Überforderung und Ärger gewesen sein.

Polizisten entdeckten den abgemagerten Jungen im Juni 2020 versteckt in der Wohnung der Alleinerziehenden in Sarstedt, nachdem sie ihn am ersten Schultag nach dem Lockdown krankgemeldet hatte. Der Erstklässler wog nur noch 13,8 Kilogramm. Sie soll ihn auch mit einer Thermoskanne mehrfach auf den Kopf geschlagen haben. Die Familie war zuvor schon vom Jugendamt betreut worden. Im Zuge der Ermittlungen kam heraus, dass die Angeklagte ihren heute erwachsenen älteren Sohn zwischen 2004 und 2007 ebenfalls misshandelt haben soll.

Während der Verlesung der Anklage verbarg die Frau ihre Augen hinter ihrer linken Hand und schüttelte manchmal den gesenkten Kopf. Die gebürtige Hannoveranerin bezieht nach eigener Aussage derzeit Hartz IV und hat einige Nebenjobs im Haushalt.

RND/dpa

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