Prozess um gewaltsamen Tod endet mit mehrjährigen Haftstrafen

  • Zwei junge Männer müssen wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge für acht beziehungsweise sechs Jahre hinter Gitter.
  • Sie hatten in Altenburg im Februar 2020 einen 52-Jährigen an dessen Wohnungstür so traktiert, dass er an Atemlähmung starb.
  • Den Vorwurf des Mordes ließ das Landgericht Gera fallen.
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Altenburg/Gera. Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Mannes in Altenburg sind die beiden Angeklagten der gefährlichen Körperverletzung mit Todesfolge für schuldig befunden worden. Der 19 Jahre alte Angeklagte wurde am Montag vor dem Landgericht Gera zu acht Jahren Jugendstrafe verurteilt, sein 24 Jahre alter Mittäter zu sechs Jahren und vier Monaten.

„Abgebrühte Täter“ - aber der Vorwurf des Mordes wird fallengelassen

„Wir haben es mit Tätern zu tun, die sehr abgebrüht und sehr gewalttätig vorgingen“, sagte der Richter. Der Vorwurf des Mordes gegen die beiden Deutschen wurde fallengelassen.

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Die Männer aus Altenburg standen seit Mitte März vor dem Landgericht Gera, weil sie den Erstickungstod eines Mannes im Februar 2020 verursacht haben sollen. Aus Sicht des Gerichts haben sie den 52-Jährigen an seiner Wohnungstür attackiert und mit Schlägen und Tritten sowie einem Messer so massiv auf ihn eingewirkt, dass der Mann schwerste Frakturen erlitt und an einer Atemlähmung starb.

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Der jüngere der beiden wurde zudem wegen einer weiteren gefährlichen Körperverletzung verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

RND/dpa

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