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Krippenkind bei Ausflug ertrunken: Erzieherinnen schuldig gesprochen

  • Im Prozess gegen vier Betreuerinnen einer Kinderkrippe hat das Gericht ins Wolfsburg das Urteil verkündet.
  • Drei der vier Frauen wurden für schuldig befunden.
  • Ein 16 Monate alter Junge war im vergangenen Jahr bei einem Ausflug ertrunken.
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Wolfsburg. Im Prozess gegen vier Betreuerinnen nach dem Tod eines Krippenkindes hat das Amtsgericht in Wolfsburg das Urteil verkündet. Die drei Erzieherinnen wurden vom Gericht für schuldig gesprochen. Für sie wurde eine Geldstrafe auf Bewährung ausgesetzt. Die Praktikantin wurde freigesprochen.

„Für ein Berufsverbot sind die Voraussetzungen schlichtweg nicht gegeben“, erklärte der Richter laut der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung" (WAZ). „Wir haben es uns alle nicht leicht gemacht. Wäre der Tod vermeidbar gewesen? Ja. Doch wir haben es hier nicht mit Verbrechern zu tun. Die Erzieherinnen haben nicht am Handy gespielt oder nicht aufgepasst. Ich spreche sie nur schuldig, weil ich ein Quäntchen mehr Aufmerksamkeit für den Kleinsten in der Gruppe einfordere“, begründete er den Schuldspruch.

Kind war mindestens 30 Minuten im Wasser

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Den vier angeklagten Frauen war vorgeworfen worden, dass sie bei einem Ausflug im April 2019 nicht bemerkt hatten, dass sich ein 16 Monate alter Junge von der Gruppe entfernt hatte und in ein etwa 30 Meter entferntes Regenrückhaltebecken gestürzt war. Der Junge wurde damals in eine Klinik gebracht, wo er zwölf Tage später an Hirnschäden durch Ertrinken starb (Az.: 8 DS 306 JS 27184/19).

Das Kind lag laut Anklage mindestens 30 Minuten im Wasser, bevor die Beschuldigten Rettungsmaßnahmen einleiteten.

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RND/msc/dpa

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