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Proteste an mehreren Flughäfen: Aktivisten von Extinction Rebellion kleben sich an Rollfeld

  • Nach vier Jahren Pause starten wieder Linienflüge am Flughafen Lübeck.
  • Doch Aktivisten von Extinction Rebellion blockierten am Montag die Rollbahn - die Flüge starteten verspätet.
  • Auch in Berlin, München und Düsseldorf gab es Demonstrationen.
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Lübeck. Aktivisten der Gruppe Extinction Rebellion (XR) haben am Montag an mehreren Flughäfen gegen Kurzstreckenflüge demonstriert, darunter in Berlin, München und Düsseldorf.

Auf Twitter postete die Gruppe ein Bild von Protestierenden am Eingang des Flughafens Tegel mit einem Transparent mit der Aufschrift “Ausstieg in letzter Sekunde”. Mit dem Protest wollen die Aktivisten nach eigenen Angaben mahnen, “dass es sehr bald zu spät ist, um die schlimmsten Folgen der Klimakrise noch abwenden zu können”.

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Am Flughafen München ketteten sich einem Bericht des Portals “idowa.de” zufolge Aktivistinnen und Aktivisten an Kofferkulis und blockierten so Teile des Bereichs rund um die Check-In-Schalter.

Flughafen Lübeck eröffnet unter Protest

Auch am Flughafen in Lübeck versammelten sich Demonstranten, weil der Flughafen nach mehr als vier Jahren Pause den Linienflugbetrieb wieder aufgenommen hatte. Nach Angaben der Polizei wurden insgesamt 16 Personen vorübergehend festgenommen. Sie waren unbefugt auf das Rollfeld gelangt. Gegen sie wird nach Angaben der Polizei wegen des Verdachts der Störung des Luftverkehrs ermittelt. Durch die Aktionen verzögerte sich der ursprünglich für 6.35 Uhr geplante Start einer Maschine nach München nach Angaben einer Flughafensprecherin um 50 Minuten.

Zwei der Demonstranten hätten am Morgen versucht, sich mit Sekundenkleber auf der Rollbahn festzukleben, sagte ein Polizeisprecher. Drei weitere Aktivisten hatten sich regulär Tickets für den Erstflug gekauft. Einer von ihnen habe versucht, sich beim Einsteigen am Flugzeug festzukleben, sagte der Sprecher. Als die beiden anderen Aktivisten sich mit ihm solidarisiert hätten, sei allen dreien der Mitflug untersagt worden.

Kritik auch aus der Politik

Bereits in der Nacht hatten sich Klimaschützer zu einem Protestcamp vor dem Flughafen versammelt. Die Polizei sprach von etwa 80, die Veranstalter von 100 bis 150 Teilnehmern. Bei dem Camp kam es nach Polizeiangaben zu keinen Zwischenfällen. Auch eine Fahrrad-Demo am Vormittag, zu der Fridays for Future aufgerufen hatte, verlief den Angaben zufolge ohne Störungen.

Der klimapolitische Sprecher der Linken im Bundestag, Lorenz Gösta Beutin, verteidigte die Proteste gegen die Kurzstreckenflüge als richtig und notwendig. "Für Spätzle kurz mal nach Stuttgart fliegen, wie es die Flughafenwerbung verspricht, ist in Zeiten der Klimakrise zynisch", sagte er am Montag.

RND/dpa/msc

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