Prognose: Deutlich weniger Verkehrstote im Corona-Jahr

  • Für das Corona-Jahr 2020 geht die Bundesanstalt für Straßenwesen von einem deutlichen Rückgang bei den Verkehrstoten aus.
  • Nach vorliegenden Daten werden es wohl weniger als 2.800 Getötete geben.
  • Das wären rund neun Prozent weniger als im Vorjahr.
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Bergisch Gladbach . Die Bundesanstalt für Straßenwesen (Bast) geht für das Corona-Jahr 2020 von einem deutlichen Rückgang bei den Verkehrstoten aus. Nach vorliegenden Daten bis Ende des Sommers und Prognosen für die restlichen Monate werde es wohl weniger als 2.800 im Straßenverkehr Getötete geben, teilte die Bundesanstalt am Donnerstag mit. Das wären rund neun Prozent weniger als im Vorjahr (3.046 Getötete).

Weil aufgrund der Pandemie deutlich weniger Menschen unterwegs gewesen seien, reduziere sich die Zahl der Unfälle noch deutlicher: um 13 Prozent auf rund 2,33 Millionen. Besonders groß sei der Rückgang voraussichtlich bei Unfällen mit Verletzten auf Autobahnen. Hier werden Autos, Motorräder und Lkws den Prognosen zufolge bis zum Jahresende etwa 12 Prozent weniger Kilometer zurückgelegt haben als 2019. Weniger stark wirke sich die Entwicklung bei den nicht motorisierten Verkehrsteilnehmern aus: Bei Radfahrern gehe die Zahl der Todesopfer voraussichtlich nur leicht zurück, bei Fußgängern stagniere sie.

Die Prognose der Bundesanstalt zum Jahresende soll eine frühzeitige Jahresbilanz zur Verkehrssicherheit ermöglichen. Es fließen allerdings nur Daten bis August oder September ein. Die noch fehlenden Zahlen werden mittels Modellen prognostiziert. Aufgrund der besonderen Situation im Jahr 2020 durch die Corona-Pandemie seien diese Rechnungen mit höheren Unsicherheiten behaftet als üblich, hieß es.

RND/dpa

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